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Donnerstag, 29. August 2024

Wie und weshalb mache ich das Kreuzzeichen - heiliger Kosmas der Aitolier

 


„Ihr habt gehört, meine Christen, wie das Kreuz gemacht werden sollte und was es bedeutet. Das Heilige Evangelium sagt uns, dass die Heilige Dreifaltigkeit, Gott, im Himmel mehr verherrlicht wird als die Engel. Was solltest du tun? Du verbindest deine drei Finger mit deiner rechten Hand und da du nicht in den Himmel steigen kannst, um Gott anzubeten, legst du deine Hand an deinen Kopf, weil dein Kopf rund ist und das Himmelszelt symbolisiert, und du sagst mit deinem Mund:

So wie ihr Engel die Heilige Dreifaltigkeit im Himmel verherrlichen, so verherrliche und verehre auch ich als unwürdiger Diener die Heilige Dreifaltigkeit. Und so wie diese Finger drei sind – sie sind getrennt, sie sind auch zusammen – so ist es auch die Heilige Dreifaltigkeit, Gott, drei Personen und doch EIN Gott.

Du senkst nun deine Hand von deinem Kopf, legst sie auf deinen Bauch und sagst: Ich bete dich an und verehre dich, mein Herr, dass du im Schoß der Jungfrau unsere Sünden angenommen und Gottmensch geworden bist. Du legst sie wieder auf deine rechte Schulter und sagst: Bitte, mein Gott, vergib mir und stelle mich auf die rechte Seite der Gerechten. Du legst sie wieder auf die linke Schulter und sagst: Bitte, mein Herr, stelle mich nicht auf die linke Seite der Sünder.

Dann beuge dich zur Erde:

Ich preise dich, mein Gott, ich werfe mich nieder vor Dir und bete Dich an, da Du ins Grab gelegt wurdest, wie auch ich gelegt werde.

Und wenn du wieder aufrecht stehst, bekennst du die Auferstehung und sagst: Ich preise Dich, mein Herr, ich werfe mich vor Dir nieder und bete Dich an, dass Du von den Toten auferstanden bist, um uns ewiges Leben zu schenken. Das ist es, was das Heilige Kreuz bedeutet.“


(Heiliger Kosmas der Aitolier † 24. August)

Dienstag, 5. Februar 2019

Bietet ihnen die Stirn - Metropolit Augustinos Kantiotis (1907-2010)

Ihr sollt der ungläubigen und verdorbenen Gesellschaft die Stirn bieten. Auch der Mutter oder dem Vater, wenn sie euch zum Unglauben drängen. Auch den Lehrern und Akademikern, die ihren Zweck verfehlen und euch Unglauben und Atheismus predigen.(...) Der Mut ist eines der charakteristischen Merkmale eines wahren Christen. Christsein und Feigheit sind zwei miteinander unvereinbare Begriffe. Johannes sah während der Offenbarung eine furchterregende Vision: einen brennenden See, in dessen Wellen er zuerst die Feigen kämpfen sah. „Den Feigen aber und Ungläubigen, Befleckten, Mördern, Unzüchtigen, Giftmischern, Götzendienern und allen Lügnern soll ihr Teil werden in dem See der von Feuer und Schwefel brennt, das da ist der zweite Tod“ (Offenbarung 21,8). Besitzen wir, die Christen dieses Jahrhunderts, diese Tugend? Der Mut, die Missachtung gegenüber den Gefahren während der Ausübung unserer Pflichten, beginnt beim Kleinen und reicht bis zur allerhöchsten Stufe der vollkommenen Aufopferung. Bis wir jedoch diese allerhöchste Stufe erreichen, sollten wir uns von den kleineren Stufen beginnen, wo nicht allzu große Courage notwendig ist. Beispielweise: Du bist auf Reisen. Es wird Mittag und du gehst in ein Restaurant in der Stadt. An den Tischen der Restaurants sitzen tausende und abertausende Menschen, aber niemand von ihnen, weder am Anfang, noch am Ende des Mahls, macht das Kreuzzeichen. Sie fressen wie die Tiere, ohne jede Erinnerung an Gott. Aber du kannst, inmitten dieser Leute, die Gott vergessen, ihren Wohltäter, Der die Welt unaufhörlich mit Nahrung versorgt, die Erinnerung an unsere Abhängigkeit von Ihm erwecken. Trau dich, das Kreuzzeichen zu machen. Fürchte dich nicht vor den ironischen Reaktionen der Tischnachbarn. Du denkst, dass es etwas Nichtiges ist? Versuch es, und du wirst sehen, dass eine dumme Idee sich in deinen Verstand eingenistet hat, darüber, wie die Leute deine Glaubensbekundung kommentieren werden und der dich terrorisiert (der Gedanke) und deine Hand lähmt; man braucht Mut, um die Finger an die Stirn zu führen und das Kreuzzeichen zu machen.
Wir müssen die prophetischen Worte des Apostel Paulus im Sinn behalten der sagte: “Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden“ (2 Timotheus 3.12), lasst uns beständig und unerschütterlich bleiben. Selbst wenn in deinem Hause niemand sonst glaubt als du selbst; bewahre den Glauben trotzdem. Und selbst wenn die ganze Stadt oder das Dorf in dem du lebst, vor den Götzen niederkniet und Christus verleugnet, du sollst den Glauben bewahren. Und selbst wenn dein ganzes Land sich vom christlichen Glauben und der Kirche abwendet; du sollst weiterhin an Jesus Christus glauben, so, wie es uns die Apostel und die heiligen (Kirchen-)Väter lehrten. Uns selbst wenn auf der ganzen Welt kein anderer Orthodoxer Christ außer dir mehr ist, du sollt am Glauben festhalten. Am Ende wird Christus siegen. Es wird nicht der Antichrist siegen. Jesus Christus ist unbesiegbar. 

Quelle:  «ΟΙ ΧΡΙΣΤΙΑΝΟΙ ΤΩΝ ΕΣΧΑΤΩΝ ΚΑΙΡΩΝ», Edition Ορθόδοξος Κυψέλη
Übersetzung: Alexia Ghika- Kyriazi