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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Προετοιμασία των προσφορων στη Μονή Βατοπεδίου

Erstes rumänisch-orthodoxes Kloster in der Schweiz geweiht


 In der Schweiz wurde das erste rumänisch-orthodoxe Kloster eingeweiht. Der Kovent derzeit von vier Nonnen unter der Äbtissin Antonia (Peleanu). Die Weihe des Klosters in dem Ort Les Sciernes d ‘Albeuve im Kanton Fribourg nahm der in Paris residierende rumänisch-orthodoxe Metropolit für West und Südeuropa Iosif (Pop) vor, der mit drei weiteren rumänisch-orthodoxen Bischöfen konzelebrierte. Nach der Weihe wurde die neue Äbtissin Antonia Peleanu offiziell in ihr Amt eingeführt, die sich seit 2013 dem Aufbau des Klosters widmet. Ein rumänisch-orthodoxer Priestermönch fungiert als geistlicher Vater. Die Gottesdienste werden auf rumänisch und französisch gehalten.

Ein Tag der Freude im Herrn für die Schweiz und die gesamte Orthodoxe Kirche.

Donnerstag, 29. August 2019

Der heilige Gűrtel der Gottesmutter

Es gibt eine alte Tradition, diese Bänder an fromme Pilger zu geben, und durch die Gnade der allerheiligsten Muttergottes, der unser Kloster (Kloster Vatopaidi auf Athos) geweiht ist, sind  viele Wunder durch sie geschehen. Krebsleidende und andere Kranke haben durch sie ihre Gesundheit wiedergefunden, und vor allem haben zahlreiche kinderlose Ehepaare mit ihrer Hilfe Kinder erhalten.

Der Kranke gürtet sich mit dem Band für eine bestimmte Zeit und führt dabei ein Leben in Reue, Buße, Gebet und Teilnahme an der heiligen Eucharistie nach der orthodoxen Tradition. In der gleichen Weise leben Ehegatten, die darüberhinaus auch fasten und, soweit möglich, eheliche Enthaltsamkeit üben sollen, solange sie das Band tragen.

Das aufrichtige geistliche Leben mit dauerhafter Reue und Teilnahme an den Mysterien der ortho­doxen Kirche muß lebenslang fortgesetzt werden, da es die einzige Möglichkeit der Gemeinschaft und der Vereinigung mit Gott darstellt in der gegenwärtigen und künftigen Zeit.

Der heilige Gűrtel der Gottesmutter
Der heilige Gűrtel der Gottesmutter



Das beiliegende Band ist gesegnet mit dem Heiligen Gürtel der allerheiligsten Muttergottes, der sich seit dem 14. Jahrhundert als Geschenk des byzantinischen Kaisers Johannes Kantakuzenos im Kloster Vatopaidi befindet.
 Quelle und Dank an: diakonima.gr

Mittwoch, 7. August 2019

The monastery o Temptation - Το μοναστήρι των Πειρασμών.





The Monastery of the Temptation is a Greek Orthodox Monastery in Jericho, Palestine, constructed by the Byzantines in the 6th century, on the mountain on which Christ was tempted by the devil during his 40-day fast. 

Monk Jerasimos has passed away recently. 

With the Saints give rest O Christ, to the souls of thy servants.

Freitag, 1. Februar 2019

Die Klöster als Schatzmeister und Verwahrer der altgriechischen Literatur

von Theoni Marinou Mpoura,
Theologin-Lehrkraft, MTh in Patrologie

  „Man kann zweifellos behaupten, dass die heutigen Philologen ihre Existenz allein den Mönchen zu verdanken haben, die sich der Aufgabe des Abschreibens widmeten. Der Philologie würde es überhaupt am Gegenstand mangeln, wenn die Mönche nicht unermüdlich dafür gesorgt hätten, dass uns die Werke der alten Griechen bis zum heutigen Tage erhalten blieben“. So ungefähr lautete die Aussage meines Professors und mittlerweile emeritierten Professors der Theologischen Fakultät von Athen, Herrn Spyridon Kontogiannis. Ich muss dabei offen zugeben, dass ich anfänglich, als mir die historischen Tatsachen noch unbekannt waren, die Behauptungen des Professors für übersteigert und für eine Art übermäßiger „Glorifizierung“ der Klöster durch uns Theologen hielt. Doch nach gründlicher Untersuchung dieses Themas möchte ich im Weiteren historische Tatsachen anführen, die den Leser darin unterstützen sollen, eine eigene Meinung zu bilden.

  20.000 Kodizes werden in Bibliotheken auf dem Heiligen Berg Athos verwahrt. Das Kloster Megisti Lavra besitzt 2.242 und befindet sich damit auf Platz drei der handgeschriebenen Werke weltweit, während der erste Platz ebenfalls einem Kloster gebührt, nämlich dem Kloster der heiligen Katarina am Sinai mit 4.500, von denen 75% in griechischer Sprache verfasst sind. Auf dem zweiten Platz steht der Vatikan mit 3500 Werken.
  Im Kloster Megisti Lavra existieren präziser benannt, neben zahlreichen anderen altgriechischen Manuskripten, 4 Schriftstücke von Galenos (Ω69,Ω70,Ω71,Ω72), 2 von Hippokrates „Aphorismen“ Ω68,Ω69, 3 seltene Kodizes von Aëtios von Amida, des persönlichen Arztes von Iustianus, Ω63,Ω64,Ω65, 2 von Thukydides sowie auch das Werk „Parallele Lebensbeschreibungen“ von Plutarch. Im selbigen Kloster wird die „Botanik“ von Dioskuros gehütet, ein Werk, das den Traum eines jeden Pharmazeuten, Botanikers und Giftexperten darstellt und mit sehr gut erhaltenen Illustrationen versehen ist. Das weltweit einzige juristische Dokument mit Verordnungen der Komnenen (13. Jh.) befindet sich in Megisti Lavra. Schriftwerke von Epiktet, Hermogenes und Euklid im Kloster Esphigmenou. Und in der Bibliothek des Klosters Iviron kann der Forscher auf Werke von Euripides, Aischylos, Theokritos, Sophokles und Pindar stoßen, während im Kloster Vatopedi der Codex der Geographen Ptolemäus und Strabon (Nr.655) aus dem 13. Jh. aufbewahrt wird.   

  Nicht zufällig werden all diese handschriftlichen Werke in Klöstern verwahrt, denn die Mönche dieser Klöster entschieden sich einst bewusst dafür, unermüdlich und ohne Bezahlung oder religiöse Verpflichtung die alten griechischen Werke vor dem Zerfall zu retten und durch Abschrift an die folgenden Generationen der Geisteswelt allerorts als griechisches Erbe zu überliefern, um sie zu bereichern. Der heilige Athanasios von Athos beispielsweise war Asket und liebte Bücher, sodass er seine eigenen mitbrachte, als er von Konstantinopel auf den Heiligen Berg zog und dort ein Kloster gründete. Im Kloster Megisti Lavra existierte seinen Wünschen gemäß auch ein Scriptorium, über das er keine zufällige Personen, sondern den Besten der Kalligraphen Ioannis und den Bibliothekar Michael verantwortlich hieß. Die Abschrift der Kodizes setzte sich durchgängig fort, sodass im Jahr 1759 im selbigen Kloster auch die erste Druckerei Griechenlands entstand.
   Der selige Theodoros Studites ließ eine Bibliothek im Studionkloster in Konstantinopel erstellen und mit einer großen Sammlung von Kodizen nicht nur christlicher, aber auch heidnischer Autoren befüllen, um damit ihre Bewahrung, Veröffentlichung und Überlieferung sicherzustellen. 
 
Patmos
  Signifikante Kodizes aus der antiken griechischen Literatur werden in der Klosterbibliothek des heiligen Johannes des Theologen auf Patmos aufbewahrt, welche zu den wichtigsten des Ostens zählt und wo sich seltenste Dokumente, beispielsweise die Tragödien „Hekabe“, „Orestes“, „Ajax“, „Elektra“, u.a. befinden. Das älteste Buch ist die „Anthologia epigrammatum Graecorum” (Florenz 1494). Im Kloster Zavordas existiert zwischen vielerlei anderen Kodizes auch der Codex des Lexikons des Patriarchen Photios, von dem nur noch 3 Abschriften existieren: eine in der Bibliothek der Universität von Cambridge in England, eine in der Zentralbibliothek von Berlin und eine im Kloster Zavordas, die den anderen überlegen ist, da vollständig. Der Professor Linos Politis von der Universität von Thessaloniki entdeckte ihn im Jahr 1959. Er beinhaltet Ausschnitte aus Werken antiker griechischer Autoren, die separat nicht überliefert geblieben sind, aber zur Zeit des Photios noch erhalten waren, z.B. antike Komödien von Kratinos, Eupolis, aber auch antike griechische Dichtung und historische Texte. Durch Photios und das Kloster Zavordas wissen wir außerdem von Ktesias, Konon, Memnon und die verlorenen Werke des Diodoros.
  Im Kloster Pammakaristou in Konstantinopel wurde ein Zentrum für Recherche und Abschrift gegründet. Im Kloster Megalou Meteorou wiederum werden Schriftstücke von Homer, Hesiod, Sophokles, Demosthenes, sowie auch Aristoteles aufbewahrt, aber auch kostbare Originalausgaben venezianischer Editionen von Aldus Manutius (1495) folgender Werke: „Idyll“ von Theokritos, „Gnomen“ von Theognis, „Theogonie“, „Werke und Tage“ und „Der Schild des Herakles“ von Hesiod u.a..
  Einen wichtigen Beitrag für die Bewahrung der antiken griechischen Literatur leisteten ebenfalls Klöster Süditaliens1, in denen die griechische Sprache gesprochen wurde. In Apulien, in Corigliano, existierte bereits seit dem 10. Jahrhundert das blühende orthodoxe Kloster des heiligen Nikolaos, in dem man seit dem 15. Jahrhundert altgriechisch und Latein lehrte und wo außerdem Abschriften antiker Texte fertiggestellt wurden.
  Die Mönche investierten offensichtlich viel Eifer und Liebe in die Abschrift und die Bewahrung der antiken griechischen Autoren, denn sie schrieben die Schriftstücke nicht einfach nur ab, sondern taten dies kalligraphisch und mit verschiedenen Verzierungen, wobei sie weder Mühen noch Kosten scheuten. Teuer waren nicht allein die Tinte, sondern auch die Farben und ebenfalls die Beschreibmaterialien (Papyrus, Pergamente). Diese Kosten übernahmen sie bereitwillig für die Erhaltung der antiken Werke. Die Klöster bewahrten, verzierten und passten die Texte, so könnte man sagen, dem Fortschritt der damaligen Zeit an, da sie diese nicht mit der zuvor verwendeten Majuskeln abschrieben, sondern in modernerer Minuskel-Handschrift. Die Minuskel-Handschrift, die sich aus der byzantinischen Unzialschrift entwickelte, erfuhr ihre Vervollkommnung im Studionkloster in Kostantinopel durch den Mönch und späteren Klosterabt Nikolaos, der das erste überlieferte Schriftstück in Minuskelschrift verfasste, das datiert werden konnte, das „Uspenskij“ (Codex Petropolitanus 219). 
 
  In Klosterbibliotheken (Athos, Meteora, Kloster Dousikou, Patmos etc.) werden liebe- und respektvoll die ersten seltenen, gedruckten und kostbaren Editionen antiker griechischer Autoren verwahrt, bei denen es sich hauptsächlich um venezianische handelte, wie Originaldrucke von Aldus Manutius (editions aldinae, incunabula) aus dem späten 15. Jahrhundert und Anfang des 16. Jahrhunderts; Hesiod, Platon, Theokritos, Tragödiendichter, Aristoteles, Demosthenes, Aristophanes, Lukian, Strabon u.v.m.. Darüber hinaus Lexika der altgriechischen Sprache, das „Etymologicum Magna“ (Venedig 1495) Varinus Favorinus (Rom 1523), Die „Syntax von Apollonios von Alexandria dem Grammatiker“ (Venedig 1495) u.a.. Das Erwerben solcher Werke stellte für die Klöster eine kostspielige Angelegenheit dar, da die Erstausgaben gedruckter Bücher in der damaligen Zeit stets sehr teuer war.
  Aus welchem Grund zeigten christliche Mönche antiken griechischen Werken gegenüber solche Hingabe? Eventuell besteht ein Zusammenhang zum Großen Basilius, dem Gründer des koinobitischen Mönchtums, der junge Menschen dazu aufforderte, die Werke der antiken Griechen wie Homer, Platon und Sokrates zu studieren. Vielleicht lag es auch daran, dass die großen Kirchenväter Basilius von Cäsarea, Johannes Chrysostomos, der Große Athanasios, Gregor der Theologe und Gregor von Nyssa überaus vertraut waren mit der altgriechischen Literatur und auch Fachbegriffe aus der altgriechischen Philosophie benutzten. Gregor von Nazianz verfasste „Epen“ nach Beispielen aus der griechischer Dichtung. Der große Historiker Paparregopoulos schreibt über sie, dass sie „in Redegewandtheit und wissenschaftlichem Wissen allen damals lebenden heidnischen Weisen überlegen waren und ebenso den Weisen vor Plutarch, eine neue und glorreiche Epoche der Sprache für das Menschengeschlecht einläutend. Basilius und Gregor waren die ersten herrlichen Vorbilder frommer und kundiger Redegewandtheit, mit der das Volk unterwiesen wurde“. 
  Dieselbe Liebe und Interesse für die antiken Texte teilte auch der heilige Arethas aus Patras (ca. 850-944), der vom Diakon im Jahr 904 zum Metropoliten von Cäsarea in Kappadokien aufstieg. Er führte ausgezeichnete Hypomnemata, war ein kluger Philologe und Abschreiber handschriftlicher Kodizes antiker griechischer Autoren wie Platon, Aristoteles, Euklid, Lukian, Aelius Aristides; seine Forschung richtete er dabei stets auf die Quellen der antiken Paideia und Denkweise sowie auch des griechischen Geistes aus. Er veröffentlichte die meisten der platonischen Dialoge, mit Kommentaren und Prologen angereichert, von Aristoteles unter anderem die „Kategorien“. Darüber hinaus schrieb er Werke von Euklid, Lukian, Dion Chrysostomos, Aelius Aristides, Pausanias ab, aber auch das „Lexikon“ von Polydeukes und die „Lebensbeschreibung des Apollonius“ von Philostratus. Zur Kultivierung entsprechender Atmosphäre und Resonanz in den Klöstern trug wahrscheinlich auch der heilige Eustathios bei, der Erzbischof von Thessaloniki, der für seine exzellente Beschäftigung mit den homerischen Texten und als gelehrter Metropolit bekannt war. Er stellte mit seinen hochgeschätzten Kommentaren zu Homer, Ilias, Odyssee, den Komödien von Aristophanes, Pindar, Dionysios Periegetes u.a. die tragende Figur in der Renaissance der klassischen Studien dar. Es ist erstaunlich, dass einer der größten Erforscher von Homer weltweit ausgerechnet ein christlicher Bischof und Heiliger wie der heilige Eustathios war.
  Die antiken griechischen Werke werden für die Forscher und Wissenschaftler nicht nur in Klöstern aufbewahrt (im Kloster Megisti Lavra sogar mit drei Türschlössern gehütet) und auch nicht nur in Klosterbibliotheken; durch die kostbare Kunst der Mönche, die Ikonenmalerei, wird für sie „kostenfrei geworben“. Auf Kirchenwänden im Kloster Megalou Meteorou sind antike Griechen abgebildet, die Schriftrollen mit Auszügen aus ihren Werken halten und an besonders herausragender Stelle platziert sind. Es handelt sich um die antike Philosophin Sibylla, den Griechen Solon den Weisen und Gesetzgeber, den Griechen Pythagoras den Philosophen und Mathematiker, den Griechen Thukydides den Historiker, den Griechen Aristoteles den Philosophen, den Griechen Platon den Philosophen, den Griechen Homer den Dichter, den Griechen Plutarch den Vater der Geschichtsschreibung, den Griechen Sokrates den Philosophen. Auf diese Weise wird zumindest etwas von den Weisen der Antike an die Besucher des Klosters Megalou Meteorou weitergegeben, die auch aus anderen Ländern stammen. Die Abbildung des weisen Aristoteles ist auf einer alten Wandikone im Kloster Philanthropinon auf der Insel von Ioannina vorherrschend. 
  Heute konzentriert sich das Interesse der Mönche an antiken Texten nicht mehr auf deren Abschrift von der Magisterschrift in die Minuskelschrift, sondern den gegenwärtigen Umständen entsprechend darin, den Forschern den Zugang mittels moderner Technologie zu erleichtern. Dies wird unter anderem daraus deutlich, dass sich die Patriarchale Institution für Patristische Forschung im Kloster Vlatadon (Thessaloniki) die Zusammenstellung einer vollständigen Auflistung und die Erfassung der Werke mithilfe der Mikrophotographie (Mikrofilm) aller handschriftlicher Kodizes zur Aufgabe gemacht hat.
  Der Bibliothekar des Klosters Megisti Lavra, Priestermönch Nikodemos, erklärt: „Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie es heute um die Menschheit stehen würde, wenn das Wissen aus der Antike nicht durch Abschriften der byzantinischen Klöster, besonders jene auf dem Heiligen Berg, überliefert worden wäre. Wahrscheinlich hätte die westliche Renaissance einige Jahrhunderte später stattgefunden“. Die Schlussfolgerungen bleiben Ihnen überlassen.

Quellen:
Lekkos Evangelos P., “Τὰ ἑλληνικὰ μοναστήρια”, Athen 1995, S. 25-26.
Zeitschrift “Ἱστορικὰ Θέματα”, Artikel «Βυζάντιο καὶ Ἀφροκεντρισμός», Agni Vasilikopoulou, Prof. für Vyzantinische Philologie d. Universität v. Athen, Ausg.6, S.44
Zeitschrift „Ἱστορικὰ Θέματα”, Artikel «Οἱ ἑλληνόφωνοί της Κάτω Ἰταλίας, ἡ κιβωτὸς τῆς Μεγάλης Ἑλλάδας», Themistoklis F. Pertesis, Philologe-HIstoriker, Ausg.20, S.20
Dimitrios Z. Sophianos, «Ὀρθοδοξία καὶ Ἑλληνισμός», Heilige Meteora 2007, S. 17-19, S.21.
Stylianos G. Papadopoulos., Patrologie II, Athen 1990, S. 361.
Gesammelte Werke des Großen Basilius von Cäsarea, griech. Ausg. Band 7, S.320
Dimitrios Z. Sophianos, «Ὀρθοδοξία καὶ Ἑλληνισμός», Heilige Meteora 2007, S.19.
Zeitschrift “Ἰχώρ”, Band 44, Artikel «Τὰ κρυμμένα ἀρχαῖα ἑλληνικὰ χειρόγραφά του Ἁγίου Ὅρους, ἕνας ἀρχαιοελληνικὸς θησαυρὸς κρυμμένος στὶς μοναστηριακὲς βιβλιοθῆκες τοῦ Ἄθω», Georgios Stamkos, S. 50-64.
G. Stamkou, «Μυστικὴ Ἑλλάδα», 1999.
G. Stamkou «Ἀνοίγοντας μία κιβωτὸ γνώσεων», Zeitschrift „Τρίτο Μάτι”, Band 39, Sept.1994.
Priestermönch Nikolaos Lavriotis, «Τὰ χειρόγραφά του Ἁγίου Ὅρους», ΑΝΤ1, 1991.
www.katakali.net
www.apologitis.com
www.impantokratoros.gr

1s. Magna Grecia, Anm. der Üb.

Mittwoch, 9. November 2016

Der wundertätige heilige Nektarios und sein Kloster


Das Kloster der Heiligen Dreiheit / des Heiligen Nektarios befindet sich nahe des Dorfes Kontos auf der griechischen Insel Aigina (Ägina ausgesprochen), nur ungefähr 6 km entfernt vom Hafen. 
An derselben Stelle befand sich vor dem Heiligen Nektarios, der ein Heiliger unserer Zeit ist und um 1920 selig entschlief, ein Kloster zu Ehren der Lebensspendene Quelle (der Gottesmutter), in den byzantinischen Jahren. In diesem Kloster lebte asketisch die selige Athanasia von Aigina. Der Heilige Nektarios beschloss, dieses gesegnete aber damals verlassene Kloster wieder aufzubauen, im Jahr 1904. Doch es sollte nun das Kloster der Heiligen Dreiheit heißen. 
Die Kirche der Heiligen Dreiheit
Der Heilige Nektarios
Bald fanden sich dort einige geistliche Töchter des Heiligen ein, die sich vollkommen Gott widmen wollten und zu Nonnen wurden, allen voran die selige blinde Nonne Xeni (bürgerlicher Name Chrysanthi Stroggylou), die zur Äbtissin ernannt wurde. Die Arbeiten am Kloster dauerten drei Jahre, von 1904 bis 1907. Der Heilige Bischof Nektarios, der damals noch Direktor der allbekannten Rizarios Theolgie- und Priesterschule in Athen war, ließ das Amt als Direktor nieder und zog sich in das Kloster zurück. Dort arbeitete er tatkräftig sogar bei den Bauarbeiten mit. Seine Sehnsucht nach dem asketischen Leben war allzu groß. 
Die selige Äbtissin Xeni
Aber auch später kümmerte sich der heilige Bischof neben den geistlichen Pflichten des Gebetes und der tägliche Gottesdienste auch um alltägliche Arbeiten, die zu verrichten waren. Oftmals fand man ihn im Gemüsegarten, wo er sich betätigte. Er war sich für keine, noch so niedere Arbeit "zu schade", die ein Bischof heute eigentlich nicht verrichten muss. Charakteristisch für seinen demütigen Geist ist, dass er die Schuhe der Nonnen eigenhändig flickte.
Dieselbe Liebe und Hingabe zeigte er auch gegenüber den anderen Bewohnern von Aigina. Es waren damals schwierige Zeiten, denn der Erste Weltkrieg war gerade vorüber und es gab Hunger und große Armut. Der Heilige gab die Anweisung, keine Lebensmittel zu bunkern oder aufzubewahren, sondern ohne Rücksicht auf die Klostergemeinschaft täglich den bedürftigen Menschen zu helfen und den folgenden Tag Gott und Seiner Vorsehung und Liebe zu überlassen. Und der Herr sorgte wahrhaftig jeden Tag für ihr Brot und ihr Überleben! 
Der Heilige Nektarios lebte in seinem Kloster nur 12 Jahre (1908-1920), bis er selig entschlief. Die ganze Zeit über lebte er als Gründer des Klosters und Bischof in einem kleinen einfachen Häuschen außerhalb der Klostermauern, in denen die Nonnen hausten, um keinen Anlass zu skandalösen Gedanken zu geben. Es handelte sich und handelt sich bis heute um ein Frauenkloster. Die Kirche zu Ehren der Heiligen Dreiheit wurde am 2 Juni 1908 eingeweiht und ist im byzantinischen Rhythmus erbaut. Heute gibt es ebenfalls eine kleinere Kirche zu Ehren des Heiligen Nektarios, angebaut an die ältere Kirche. Außerdem gibt es eine Kapelle mit seinem Grab. 
Zu Lebzeiten des Heiligen haben einige böswillige Menschen, auch innerhalb der Kirche, versucht, mehrmals den Ruf des Seligen zu schädigen, doch all ihre Lügen wurden aufgedeckt und vor allem der Umstand, dass sein Leben ein Beispiel an christlicher Aufopferung und asketischer Lebensweise war, war der beste Beweis dafür, dass der Neid der Menschen zum Krieg gegen ihn geführt hatten. Es ist allen Christen bekannt, dass das gute Werk immer bekriegt wird!!! 
Seine Heiligsprechung folgte früher als gewohnt, um 1961, aufgrund der unzähligen Wunder und Erscheinungen. 

Der Ruf des Klosters in ganz Griechenland, aber auch in der ganzen Orthodoxen Ökumene und nicht nur, hat dazu geführt, dass es unzählige Pilger besuchen, um die heiligen Reliquien des Heiligen Nektarios zu verehren und um Gesundheit zu bitten. Der Heilige Nektarios ist bekannt dafür, dass er viele Wunder wirkt, vor allem an Krebskranken und Kinderlosen. Die Heilungen sind so viele, dass sie in Büchern festgehalten werden, in denen auch die Namen und Adressen der Geheilten vermerkt sind. Es gibt mittlerweile tausende von Kindern, die seinen Namen tragen, weil sie durch seine Fürbitten auf die Welt kamen.
                               
Der Heilige Nektarios entschlief am 9 November 1920 und sein Leib blieb 21 Jahre lang fast unverändert bestehen, unverwest! Danach geschah etwas, dass zu Folge hatte, dass seine Reliquien dem natürlichen Lauf folgten, worauf ich an dieser Stelle nicht eingehen möchte.
Die Umbettung seiner Reliquien fand am 3 September 1963 statt. An diesen zwei Daten  (9 November und 3 September) feiert auch das Kloster jedes Jahr. 
Die Kontaktdaten des Klosters lauten:
Μονή Αγίας Τριάδας
Κοντός – Αίγινα
Τ.Κ. 18010


In lateinischer Schrift: 

I. M. Agias Triados 
Kontos- Aigina
T.K. 18010

Greece
Tel: 0030 2297053806

Heiliger Nektarios, bitte zu Gott auch für uns!

Freitag, 11. April 2014

Kloster Grabarka - der bedeutende orthodoxe Wallfahrtsort in Polen








Die Holzkirche im orthodoxen Kloster Grabarka ist von einem Meer von Holzkreuzen umgeben. Die ältesten von ihnen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das Kloster ist der bedeutendste orthodoxe Wallfahrtsort in Polen. Jedes Jahr pilgern tausende orthodoxe Gläubige nach Grabarka und lassen in dem Kloster rund 10 km östlich von Siemiatycze Holzkreuze zurück. Im Laufe der Jahrhunderte ist auf diese Weise ein undurchdinglicher Dschungel aus Holzkreuzen entstanden. Große und kleine Kreuze, verwitterte und kunstvoll verzierte.






Die Holzkirche ist alt und doch neu. 1991 ist die alte Kirche abgebrannt. 
"Brandstiftung", behauptet ein Reiseführer.
 "Der Täter oder die Täter konnten nicht gefunden werden." 
Das Kloster hat die Kirche mit großem finanziellen Aufwand originalgetreu wieder aufgebaut. Das Hauptportal ist kunstvoll mit Kupfer beschlagen, genauso wie das Dach.
Die Augen gewöhnen sich nur mit Mühe an das Dunkel im Inneren der Kirche, deren blaue Wände mit kunstvollen Malereien geschmückt sind. Das schummrige Licht von Kerzen lässt die goldene Front der Ikonostase leuchten. Eine junge Nonne in dunklem Gewand mustert kritisch eine Besucherin und verlangt von ihr, dass sie die bloßen Schultern bedeckt. Sie ist eine von 20 Nonnen, die im Kloster leben. Das Kloster von Grabarka ist weitläufig, steht auf einem mit Kiefern bewachsenen Hügel, dem Heiligen Berg, und ist von einer weißen Mauer umgeben. Die Nonnen leben in einfachen Holzhäusern. 


Seit 1947 leben sie im Kloster Grabarka. Vor dem II. Weltkrieg gab es zahlreiche orthodoxe Klöster in Polen. Ein Teil von ihnen liegt heute auf dem Gebiet Weißrusslands und der Ukraine. Die Klöster auf dem Gebiet des Nachkriegspolens wurden nach Kriegsende geschlossen. Lediglich hier in Grabarka erlaubte der Staat die Gründung eines orthodoxen Klosters.
Die Ruhe des idyllisch gelegenen Ortes wird jedes Jahr am 19. August (6. August) gestört, dem Fest der Verklärung Christi (Przemienienia Panskiego, Spasa).


Dann kommen tausende Pilger aus Polen, der Ukraine und Weißrussland hierher, um ihr Glaubensbekenntnis zu erneuern. Sie bringen kleine und große Kreuze mit, in die ihre Wünsche geritzt sind. Bevor sie den heiligen Berg von Grabarka besteigen, waschen sie mit einem weißen Tuch ihre Körperteile. Das Wasser der Quelle soll vor Krankheiten schützen. Im 18. Jahrhundert - weiß die Legende zu berichten - soll das Wasser die Quelle die Menschen vor der Cholera bewahrt haben. Die weißen Tücher, die das Kranke aufgenommen haben, lassen sie an der Quelle liegen oder hängen sie in die Bäume. Später verbrennen die Nonnen sie. Nach der rituellen Reinigung besteigen die Pilger - zum Teil auf Knien - den Heiligen Berg. Den ganze Nacht vom 18. auf den 19. August beten sie und singen heilige Lieder.  

(Text Barbara Woyno/Frank Hilbert)

                                

Grabarka liegt nur wenige Kilometer östlich von Siemiatycze. Die Anfänge des Kultes auf dem Heiligen Berg reichen in das 12. Jahrhundert zurück und stehen in Zusammenhang mit der Ikone des Spas Izbavnik (Christerlöser). 
Diese wurde hier der Legende nach vor den heranreitenden tartarischen Horden versteckt. Die Ikone ging verloren, die Erinnerung an sie und den anfänglichen Kult blieb aber. Der Überlieferung zufolge wurde Grabarka durch ein Wunder berühmt, das sich hier zur Zeit der Choleraepidemie im 18. Jahrhundert zugetragen haben soll. Die dezimierte Bevölkerung Podlachiens soll sich damals zum Heiligen Berg Grabarka begeben haben, um dort Rettung zu finden. Nachdem die Gläubigen aus Siemiatycze angekommen waren und ein Kreuz aufgestellt hatten, kam es zum Wunder: Die Leute begannen langsam zu genesen und niemand starb mehr. Nachdem die Epidemie verebbt war, wurde hier eine Kirche errichtet, die zunächst den unierten und dann den orthodoxen Christen der Umgebung als Gotteshaus diente.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand neben der Kirche auf Grabarka das einzige orthodoxe Frauenkloster Polens. Die Kirche brannte 1990 aus und wurde einige Jahre später wiederaufgebaut. Gegenwärtig ist Grabarka die wichtigste orthodoxe Kultstätte in ganz Polen.
Der Heilige Berg wird auch Berg der Kreuze genannt. Gläubige haben im Laufe der Zeit hier zahlreiche Votivkreuze aufgestellt. Man schätzt ihre Zahl momentan auf etwa 10.000 Exemplare.
http://www.grabarka.pl/

Freitag, 4. April 2014

Mittwoch, 2. April 2014

Gottesdienst in der neuen Orthodoxen Gemeinde des heiligen Porphyrios Kavsokalyvit in Tilburg

Am Samstag, den 29 März 2014 wurde erstmals die Heilige Liturgie in der neuen Orthodoxen Gemeinde des (erst kürzlich heiliggesprochenen) seligen Porphyrios Kavsokalyvit in Tilburg zelebriert. 

Πρώτη Θεία Λειτουργία στη νέα ενορία του Οσίου Πορφυρίου του Καυσοκαλυβίτου στο Τίλμπουργκ

Anwesend waren Metropolit Athenagoras von Belgien, sowieso die Schwestern des Orthodoxen Konvents der Geburt der Gottesgebärerin in Asten, die den Gottesdienst durch ihren Gesang begleiteten. 
Die Orthodoxen Gläubigen der Stadt hatten selbst um die Gründung einer Gemeinde gebeten.

Zunächst wird Priester Arkadios Vernikov in der Gemeinde dienen, der eigentlich für die Orthodoxe Gemeinde des heiligen Nektarios in Eindhoven zuständig ist, bis sich ein neuer Priester eingefunden haben wird. 

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Quelle (griech.):http://www.agioritikovima.gr/