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Samstag, 10. Mai 2014

DIE OSTERZEIT- Die Sonntage des Gelähmten und des Blinden



“Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. (Mk. 10, 49)
Der zweite und der dritte Ostersonntag lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit der Auferstehung Christi. Die Gottesdienste dieser Sonntage wollen unsere Überzeugung von Christi Sterben und Auferstehung vertiefen. Auch wenn an den nächsten drei Sonntagen die Auferstehung des Herrn ein zentrales Thema bleibt, gedenken wir dabei auch einiger wichtiger Ereignisse aus dem Leben des menschgewordenen Gottessohnes. Diese Ereignisse heben die göttliche Kraft Jesu Christi hervor und zeigen uns, dass er der verheißene Messias ist. Am vierten Ostersonntag, dem Sonntag des Gelähmten, wird der von Christus durch das Wort erfolgten wunderbaren Heilung eines achtunddreißig Jahre lang gelähmten Mannes gedacht (Joh 5,1-16). Am fünften Ostersonntag, dem der Samariterin, erinnern wir uns an das Zusammentreffen Jesu mit der Samariterin beim Jakobsbrunnen, wo Jesus sich als der verheißene Messias offenbarte (Joh 4,1-42). Schließlich gedenken wir am darauf folgenden Ostersonntag, dem des Blinden, des Heilungswunders, das Christus an einem Blindgeborenen wirkte(Joh9, 1-41).
Das feierliche Gedächtnis dieser drei Ereignisse wird in der Osterzeit begangen, weil sie sich erstens in der Zeit zwischen dem jüdischen Pascha und Pfingsten ereigneten und zweitens, weil sich durch sie Christus als der verheißene Messias, der Gottessohn, offenbarte. Die Themen des vierten und des sechsten Sonntages gleichen sich dadurch, dass uns an den beiden Sonntagen die vom Herrn vollbrachten Wunderheilungen vorgestellt werden. Aus diesem Grund werden wir sie zusammen behandeln und dann unsere Aufmerksamkeit auf den Sonntag der Samariterin lenken, dessen Thema davon verschieden ist. (…)

Die Linderung des Menschenleidens durch Christus, den Gottessohn
Der Hauptgrund der Menschwerdung des Gottessohnes war unsere Erlösung, die Öffnung des Himmelreiches für uns. Christus ist aber in die Welt gekommen, nicht nur um uns zu helfen, nach einigem irdischen Leiden ein künftig glückliches Leben zu gewinnen, sondern er linderte und lindert immer noch in diesem Leben das Leiden des Menschen. Er will sogar dem Menschen das Leiden ersparen. Im Licht des Evangeliums und gemäß der Lehre der Kirche ist das Leiden ein von Gott erlaubtes Faktum aus nur von ihm gewussten Gründen, manchmal eine Folge der Sünden des Menschen, aber es ist etwas vom Menschen und auch von der Kirche Unerwünschtes. Dagegen beten wir in den Gottesdiensten für “die Gesundheit und die Erlösung“ aller. Wir akzeptieren das Leiden im Falle, dass es uns trifft, aber wir wünschen die Gesundheit, was im Ganzen auch dem Willen des Schöpfers entspricht, der am Anfang alles 
“sehr gut“ erschaffen hat. Das Leiden und die Krankheit traten in die Welt nur als Folge der Sünde, welche die ganze Schöpfung schwächt. Christus kam in die Welt, um den Menschen in seine Würde wiedereinzusetzen, um die Schöpfung zu erneuern, so dass wir verpflichtet sind, die Genesung, die Erneuerung, die Vollkommenheit des Menschen und der ganzen Schöpfung zu wünschen.
In den Gottesdiensten dieser zwei Sonntage wird dieser Gedanke besonders unterstrichen. Am Sonntag des Gelähmten wird uns gesagt, dass Christus kam “um die Kranken zu heilen.“ Den Gelähmten hat er durch sein Wort aufgerichtet. Das Leid der Blutflüssigen hat er geheilt. Der Tochter der Kananäerin hat er sich erbarmt und die Bitte des Hauptmanns nicht verachtet.“ Das Exapostilarion dieses Sonntags stellt uns Christus besonders als den Heilenden vor:
“Es trat der menschenfreundliche und allerbarmende Herr zum Teiche am Schaftor, um die Krankheiten zu heilen. Und er fand einen Mann, der sehr viele Jahre daniederlag, und ihm rief er zu: Nimm dein Lager und beschreite die geraden Pfade. 

Am Sonntag des Blindgeborenen sehen wir Christus, der “des Weges ging“ und nicht eine Heilung beabsichtigte. Als er aber einem leidenden Menschen begegnete, blieb er stehen, um ihn zu heilen, um das Werk dessen, der ihn gesandt hatte, zu vollenden, weil ein Sendungsgrund Christi in die Welt eben die Heilung der Leidenden war. Die Lehre der drei Feste berücksichtigend beten auch wir um unsere seelische und leibliche Genesung:
“Meine Seele, die wie einst der Gelähmte seit langer Zeit an schlimmen Krankheiten leidet, Übergütiger, mach sie gesund, dass ich deine Pfade beschreite, 
die du den dich Liebenden zeigtest.““Meine Seele, o Herr, die in mannigfaltigen Sünden und unseligen Werken schwer gelähmt ist; wecke sie durch deine göttliche Hilfe auf wie du einst den Gelähmten aufgerichtet hast, damit ich gerettet laut rufe: Erbarmer Christus, 
Ehre sei deiner Macht. „
“An den Augen meiner Seele geblendet, komme ich, Christus, wie der Blindgeborene zu dir, und in Reue schreie ich zu dir: Du bist der im Dunkel Wandelnden hell strahlendes Licht.“
“Meine geistigen Augen, die infolge finsterer Sünde blind geworden sind, Herr, erhelle sie, indem du, Erbarmer, ihnen die Demut einschenkst und mit den Tränen der Reue mich rein wäschst.“
Unsere seelische und leibliche Gesundheit, um die wir beten, stehen in enger Verbindung miteinander. Seele und Leib, die ganze Schöpfung soll danach streben, “sehr gut“ zu sein.

(aus: Die Orthodoxe Spiritualität der Osterzeit; Kommentar zum Pentekostarion. Vater Serafim Pâtrunjel [Weihbischof Sofian], Verlag „Der Christliche Osten“ Würzburg, 1998.)

Samstag, 3. Mai 2014

Der Sonntag der salbentragenden Frauen


“Die Jüngerinnen bringen Christus wohlriechendes Öl, und ich bringe mit ihnen anstatt des Öls mein Lob." (aus dem Pentekostarion)


Für den dritten Ostersonntag hat unsere Kirche das Gedächtnis der salbentragenden Frauen und gleichzeitig des Josef von Arimathäa, der im Verborgenen Jünger Jesu war, und des Nikodemus, der in einer Nacht zu Christus kam, verordnet. Gleich nach der Auferstehung gab es einige, die dieses Ereig- nis leugneten. Dieses Gerücht verbreitete sich ununterbrochen in verschiedenen Varianten, so dass bis heute noch einige behaupten, Christus sei entweder gar nicht auferstanden, sondern aus dem Grab gestohlen worden, oder er sei gar nicht gestorben, sondern wegen des schweren Leidens in Ohnmacht gefallen und anschließend aufgewacht und geflohen, oder er sei wirklich gestorben, aber nie auferstanden, sondern seine begeisterten Jünger hätten Halluzinationen gehabt und deswegen gemeint, sie hätten Christus gesehen.
Die Kirche berücksichtigte diesen Umstand und ordnete an, dass gleich nach dem Auferstehungsfest einiger Zeugen der Auferstehung Christi gedacht wird. So gedenken wir am Auferstehungs- abend des Kommens Christi bei verschlossenen Türen in die Mitte seiner Jünger. Am zweiten Ostersonntag wird die Erscheinung Christi vor seinen Jüngern (jetzt zusammen mit Thomas, der am Auferstehungsabend fehlte und jetzt zur Berührung der Wunde eingeladen wird) gefeiert. Schließlich wird am dritten Ostersonntag das Gedächtnis einiger Zeugen des gestorbenen und auferstandenen Christus gefeiert. Die jetzt gefeierten Zeugen des Auferstandenen sind einige fromme Frauen, die Christus während seines öffentlichen Wirkens nachgefolgt waren, ihm mit Mut während der Passion beistanden und seinen makel- losen Körper für das Begräbnis vorbereitet hatten. Weil sie dies in Eile wegen des jüdischen Paschafestes gemacht hatten, kamen sie danach zum Grab, um die Einbalsamierung des Leibes Christi zu vollenden. Die heiligen Evangelisten bezeugen, dass die Frauen das Grab leer fanden, als sie am ersten Wochentag (Sonntag) dorthin kamen. Es sind ihnen Engel erschienen, die ihnen die Auferstehungsfreude verkündeten. Nachher aber ver- kündigten sie selbst den Auferstandenen Christus (Mt 28,1-7; Mk 16,1-10; Lk 24,1-10; Joh 20,1, 11-17).

Gegen diejenigen, die behaupten, Christus sei nicht gestorben, bringt die Kirche neben den salbentragenden Frauen, die eigentlich nicht nur Zeugen der Auferstehung, sondern auch des Todes und Begräbnisses Jesu sind, noch zwei Zeugen: Josef und Nikodemus, die den gekreuzigten Christus ins Grab gelegt hatten. Mit diesen Zeugnissen beweist die Kirche an diesem Fest die Bedeutung der zwei Ereignisse (Begräbnis und Auferstehung) im Leben Christi, die zwei Etappen unseres Erlösungswerkes sind.

(aus: Die Orthodoxe Spiritualität der Osterzeit; Kommentar zum Pentekostarion. Vater Serafim Pâtrunjel [Weihbischof Sofian], Verlag „Der Christliche Osten“ Würzburg, 1998.)
http://www.rum-orthodox.de/

Montag, 28. April 2014

Die Apostel Thomas und Johannes im Lichte der Auferstehung Christi -Erzpriester W. Wetelew



„Mein Herr und mein Gott“ (Joh 20,28) 
Nicht ohne Grund ist der erste Sonntag nach Ostern nach dem Apostel Thomas benannt. Mit Seiner Auferstehung hat Jesus Christus die Welt erschüttert und dem Lauf der Weltgeschichte eine Wendung gegeben. Das wunderbare Geschehen Seiner Auferstehung betraf zunächst Ihn selbst, dann aber auch die Menschen Seiner nächsten Umgebung, die Apostel und die Frauen am Grabe. In welcher Beziehung standen sie zu dem unerhörten Wunder, wie wirkte es auf sie? 
Am einschneidendsten wohl erlebte der Apostel Thomas die Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Die Heilige Kirche hat dem in der Benennung eines Sonntags nach Ostern Rechnung getragen. Obwohl Christus zu Seinen Lebzeiten mehrfach Seine Jünger daraufhin orientierte, dass Ihm zu leiden und am dritten 
Tage aufzuerstehen beschieden sei (Mt 12,40.16,21; 17,22.23; 20,19 u. a.), waren sie weit davon entfernt, dies als Realität ernst zu nehmen. Als diese Ereignisse dann eintraten, fühlten sie sich überrascht. Die Worte des Herrn hatten sie sich noch nicht zueigen gemacht, und „aus der Schrift wussten sie noch nicht, dass Er von den Toten auferstehen musste“ (Joh 20,9). 
Sie hofften vielmehr dass Er der wäre, „der Israel erlösen würde“ (Lk 24,21).Er durfte nicht sterben, Er sollte der König und Befreier des jüdischen Volkes werden. Leiden und Tod Christi entsetzten die Apostel und stürzten sie in äußerste Entmutigung. Die enttäuschte Hoffnung machte Furcht und Bitterkeit Platz. Alles war plötzlich zusammengebrochen, und ihre Vorstellungen von dem Meister waren jäh an eine Barriere gekommen. 
Was blieb ihnen anderes übrig, als vor Überraschung und Furcht ob der schrecklichen Ereignisse auseinanderzulaufen (Mark 14,50). Außer den beiden Aposteln Petrus und Johannes waren sie alle geflohen. Ein Teil von ihnen wollte Jerusalem verlassen, wie wir das am Beispiel der beiden Emmaus-Jünger sehen 
(Lk 24,13). Weil sie davon träumten, dass Christus der Befreier des jüdischen Volkes vom Joch fremdländischer Herrschaft werden würde, versäumten die Apostel, das Wichtigste Seiner Mission zu begreifen und zu lernen. Denn Christus kam auf die Erde und wollte das Volk vom Joch der Sünde, des Fluches und des Todes durch Seine freiwilligen Leiden, durch Seinen Tod und Seine Auferstehung befreien. 
Noch sahen sie in den Schmähungen, Leiden und dem Tod des Meisters nicht die verborgene, erlösende und rettende Bedeutung des Geschehens und konnten eben deswegen nicht an Seine Auferstehung glauben als an den Abschluss seines Erlösungswerkes. An die Auferstehung dachten sie so gut wie gar nicht, wenn überhaupt. Aus der Geschichte der Bibel und durch die Gemeinschaft mit Christus wussten die Apostel, dass ein Mensch einen anderen auferwecken kann (wie etwa Christus den Lazarus), aber es war ihnen unmöglich, sich vorzustellen, dass ein Mensch – und wäre es selbst ihr Meister – sich selbst auferwecken könnte ohne 
sichtbare Beteiligung eines anderen. Dieses Wunder war auf der Erde noch nicht geschehen. Nichts in dieser realen Welt konnte sie deswegen auf den Gedanken bringen, dass ein solches Wunder sich an und mit Christus vollziehen sollte. 
Was wundert ist, dass sie die Worte der Frauen vom Grabe, die ihnen die Auferstehung des Herrn verkündigten, für bloße Rederei hielten und „nicht glaubten“ (Lk 24,11). 
Und als ihnen der Auferstandene Selbst erschien, hielten sie Ihn zunächst für ein Gespenst, für einen „Geist“(Lk 24,37-39). Christus musste ihnen Hände und Füße zeigen, sie auffordern, Seine Wundmale zu betasten und sich davon zu überzeugen, dass Er es selbst, ihr Meister, des Menschen Sohn sei, wie Er Sich so oft im Gespräch mit ihnen selbst genannt hatte. 
Wie kommt Er ihnen und ihren Zweifeln entgegen, wenn Er sie um Speise bittet, um ihnen damit zu zeigen, dass sie eine lebendige und wirkliche Person vor sich haben! Die Apostel wurden von großer Freude erfüllt, aber noch konnten sie nicht glauben und „wunderten sich“ (Lk 24,12), weshalb Er sie ob ihres „Unglaubens und ihrer Herzens Härtigkeit“ schalt (Mk 16,14). 
Solange hielten sich unter ihnen Zweifel und Unsicherheit, bis der Heiland bei späteren Erscheinungen ihnen erklärte: „So ist's geschrieben, Christus musste leiden und auferstehen am dritten Tag“ (Lk 24,46). Schließlich wurden sie seiner Auferstehung bewusst und konnten nach Pfingsten Christi Zeugen sein bis an die Enden der Erde. 
Als Christus zum erstenmal in den Kreis der Apostel trat, fehlte Thomas. Sein Verstand sträubte sich zu glauben, was ihm die anderen Apostel berichteten: 
„Erst wenn ich Ihn sehe und meinen Finger in Seine Nägelmale lege und meine Hand an 
Seine Seite, will ich glauben“ (Joh 20,25). 
Es vergeht eine quälende Woche, eine Woche voll Kampf in der Seele des Thomas, in dem Unglaube und Glaube, Verstand und Herz miteinander ringen. 
Am achten Tag erscheint Christus abermals den Aposteln, und diesmal ist Thomas dabei: „Friede sei mit euch!“ Und zu Thomas gewandt: „Leg deinen Finger hierher und sieh Meine Hände . . . und sei nicht ungläubig, sondern gläubig“ (Joh 20,26). 
Mit dem Ruf: „Mein Herr und mein Gott!“ stürzt Thomas zu Jesu Füßen. Von diesem Augenblick an zog der Auferstandene in seine Seele ein und verband Sich mit seinem Geist zu einer untrennbaren Einheit, eine Einheit, von der später der Apostel Paulus sagen sollte: „Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). So verlief der innere Wandel in der Seele des Apostels Thomas, seine geistliche Wiedergeburt. Er konnte nun die Frohbotschaft von dem Erlöser weitertragen. 
Doch Christus hatte ihm noch eine entscheidende Lehre zu vermitteln: „Du bist zum Glauben gekommen, weil du Mich gesehen hast. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,29). Wem ist es mit der Gabe des Glaubens, seiner Kraft und Unmittelbarkeit anders ergangen als dem Apostel Thomas? Unter den Aposteln läßt sich streng genommen nur ein Beispiel finden: Johannes. Als Petrus von den Frauen am Grabe die Auferstehung Christi bezeugt bekommt, eilt er zu dem leeren Grab und sieht dort den Toten nicht. Er wundert sich lediglich über das, was dort vor sich gegangen ist (Lk 24,12). Der Heiland musste dem Simon besonders erscheinen (Lk 24,34), um ihn endgültig von Seiner Auferstehung zu überzeugen. 

Demgegenüber genügte es dem Apostel Johannes, in das leere Grab hineinzugehen. Sein Herz sagte ihm, dass Christus lebe. Ohne den Auferstandenen zu sehen, glaubte er an Seine Auferstehung (Joh 20,8). Wir müssen uns hier erinnern, dass der Apostel Johannes die Ereignisse auf Golgatha miterlebt und am Kreuz des Heilands gestanden hat. 
Denn dies war für die innere Verbindung mit Christus und das Verständnis der Dinge von ausschlaggebender Bedeutung. Vor sein inneres Auge traten all die wunderbaren Begebenheiten, die zahlreichen Andeutungen und Prophezeiungen Christi über Seine Auferstehung. Hatte er doch selbst am Kreuz des leidenden Erlösers innerlich begriffen, dass allein Gottes große Liebe den Menschen Christus dazu bewegen konnte, an den 
Schandpfahl zu gehen und Leiden und Tod auf sich zu nehmen. Hier auf Golgatha erschloss sich dem Apostel das große Geheimnis, dass die opfernde Liebe stärker ist als der Tod. Christus konnte zwar unter der Last menschlicher Sünden und infolge der Kreuzesqualen sterben, aber er konnte nicht unter der Macht des Todes bleiben, weil die wunderwirkende göttliche Liebe, die selbst vor dem Kreuz nicht zurückschreckte, nicht sterben kann. Christi Tod ließ die Erde erbeben, leitete in der Gesinnung der Menschen einen Umbruchein und wurde somit zum Herold der bevorstehenden Auferstehung Christi. Mit Herz und Sinn begann dies der Apostel Johannes bereits auf Golgatha zu begreifen und im voraus zu empfinden. Als er nun das leere Grab sah, durchschaute sein Herz dieses Rätsel und sagte ihm das Gleiche, was die Engel den Balsamträgerinnen verkündet hatten. Christus „ist nicht hier, Er ist auferstanden“ (Lk 24,6). 

Herz und Liebe zu Christus bahnten dem Apostel Johannes den Weg zum Glauben an die Auferstehung Christi und ließen ihn zu einem glühenden Verkünder dieser wunderbaren Botschaft werden. Diesen Weg hat der Herr über den Weg des Apostels Thomas gestellt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,29). 
Somit gibt es zwei Wege zum Glauben, liebe Brüder und Schwestern – durch die Überzeugung der Vernunft und durch das Zeugnis des Herzens. Beide stehen uns offen, und beide haben apostolischen Grund. Im Leben des Menschen vereinigen sie sich nicht selten: Das Herz belebt den Verstand, und der Verstand gibt dem Glauben Grund und Festigkeit. Bei den meisten von uns verhält es sich so. Wie der Apostel Johannes, so können auch wir mit unseren Augen in den Tagen der heutigen Ostern den auferstandenen Heiland nicht sehen. Wir empfinden Ihn mit unserem Herzen, unsere Liebe drängt uns zu Ihm. Gewöhnlich kleingläubig, rufen wir mit dem Apostel Thomas, nachdem unser Glaube lebendig wurde: „Mein Herr und mein Gott!“ Auch uns hat der Herr unter das Wort genommen „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“. Lasst uns dieses Glaubens würdig sein, würdig auch seiner lebenschaffenden Liebe. Amen. 


Quelle: stimme-der-orthodoxie.de

Montag, 21. April 2014

Photos Athos/ Bright Monday - Photos Athos/ Ostermontag - Φωτογραφιες Αγιον Ορος Δευτερα του Πασχα περιφορα Αξιον Εστι

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http://www.diakonima.gr/

Die Kraft der Auferstehung Christi - Hl. Nikolaj (Velimirovic )


„Christus ist auferstanden“- bedeutet, dass es Gott wahrhaftig gibt.
„Christus ist auferstanden“ – bedeutet, dass die himmlische Welt wirklich existiert, die reale und unsterbliche Welt.
„Christus ist auferstanden“ – bedeutet, dass das Leben stärker ist als der Tod.
„Christus ist auferstanden“ – bedeutet, dass das Böse vom Guten besiegt wurde.
„Christus ist auferstanden“ – bedeutet, dass alle guten Hoffnungen der Menschheit erfüllt wurden.
„Christus ist auferstanden“ – bedeutet, dass alle Probleme des Lebens gelöst wurden.

Alle Probleme wurden gelöst, die Fragen, die den Menschen schon lange quälen. Die Ketten der Dunkelheit  und des Leidens wurden gesprengt – denn Christus ist auferstanden!

Der Herr gibt Hilfe in Seiner Gnade. In den Kirchlichen Sakramenten finden wir die geistige Kraft und in unseren Schwächen vervollkommnet sich die göttliche Kraft (2 Kor. 12,9) Welche Schwierigkeiten uns auf unseren Wegen auch begegnen mögen, der Erlöser ist immer mit uns. Er stärkt uns mit Liebe und hält seinen Kindern die Treue.

An den heiligen, feierlichen Tag der Auferstehung grüßen wir die ganze Menschheit. Die verehrte Priesterschaft, alle Mönche, die Jugend, die Kinder, alle orthodoxe Gläubigen.

Im Gebet wünschen wir allen viel geistige Freude und die Fülle der Gnade der Auferstehung Christi. In den 
Oster-Tagen, die große Feier begegnend, denken wir daran, unsere Freude auch mit anderen zu teilen – mit den Armen, den Einsamen, den Nächsten – ihnen allen die Kunde bringend vor der Auferstehung Christi.
Möge die Gnade des auferstandenen Christus mit euch allen sein. 


http://www.deutsch-orthodox.de/

Sonntag, 20. April 2014

Resurrection hymns greek orthodox/ Auferstehungshymnen griechisch-orthodox - ΚΑΝΩΝ ΚΑΙ ΚΑΤΑΒΑΣΙΕΣ ΤΟΥ ΠΑΣΧΑ

Christus ist auferstanden!!! Lichte Woche!


Sieben Tage wird das Osterfest gefeiert – Lichte Woche! Jeder Tag dieser Woche ist gottesdienstlich ein Sonntag, denn es werden diejenigen Gesänge der acht Töne des hl. Johannes Damascenus gesungen, die wir sonst im Verlauf des Jahres jeweils am Sonntag singen. Überhaupt wird in dieser Woche nichts gelesen, sondern alles gesungen. Und natürlich sind Mittwoch und Freitag in dieser Woche keine Fastentage.

Aber auch die weiteren Wochen bis zum Himmelfahrtsfest gehören zur Osterperiode. Bis zum Himmelfahrtsfest begrüßen die orthodoxen Christen einander mit dem freudigen Ostergruß: „Christus ist auferstanden“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ 


Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2014

Nachdem wir die Auferstehung Christi geschaut haben, lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, den allein Sündlosen. Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, Christus, und preisen und verherrlichen Deine heilige Auferstehung.
Архиепископ Марк
Auf dem Weg zu Ostern begleitet uns das Kreuz ständig, genau so wie es uns vom Moment unserer Taufe bis zum Ausgang aus diesem Leben begleitet. Oder wisset ihr nicht, daß wir, so viele auf Christum Jesum getauft worden, auf seinen Tod getauft worden sind?... Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein (Röm 6, 3 u. 5).

Ohne das Kreuz gibt es keine Auferstehung. So haben wir uns dem Kreuz auf halbem Weg zum Osterfest am Kreuzverneigungssonntag verneigt, ebenso war das Kreuz in unseren Gedanken und Gefühlen am Großen Freitag gegenwärtig, als wir Bespeiungen und Geißelung und Backenstreiche und Kreuz und Tod erinnerten, die der Herr um unserer Rettung willen erduldete.
Einstmals galt das Kreuz als Waffe des Todes und Symbol der Schande und Erniedrigung, des Verworfenseins ??? und der Hilflosigkeit ???. Gleichsam Zeichen der völligen Ohnmacht des Menschen vor dem Bösen dieser Welt. Vor dem Hintergrund und auf der Grundlage der gottmenschlichen Tat des Heilands und Seiner lichten Auferstehung jedoch fürchten wir Christen weder Schimpf noch Schande, denn wir schämen uns nicht. Wissen wir doch: auf dem Kreuz wurde der Lebensspender ausgestreckt – das Leben Selbst. Auf dieser Waffe des Todes nahm der Gottessohn Leiden und Tod auf Sich, Der um unserer Rettung willen Leib angenommen und Sich in unseren vergänglichen Körper gekleidet hatte. Auf diesem Instrument der Folter besiegte Er Verweslichkeit und Tod als Folgen der Sünde und der Verfluchung der Menschheit. Hier zeigte Er die Ihm Allein eigene unbesiegbare und unbegreifbare Göttliche Kraft, hier leuchtete Sein Sieg auf. Von hier aus erleuchtet und erfüllt Sein Licht das ganze Weltall.

Auf dem Kreuz tötete der Herr Sünde und Tod, entmachtete den Teufel und belebte uns mit Sich. Er gab uns Macht, Kinder Gottes zu werden (Jo 1,12), denn dem auferstandenen Christus ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Mt 28, 18). Das Königtum Christi ist eben das himmlische Königtum. Sein auferstandenes Leben ist schon nicht mehr irdisches, sondern himmlisches und preisen und verherrlichen Deine heilige Auferstehung. überhimmlisches. Aber Sein Königtum beschränkt sich nicht auf den Himmel, sondern erstreckt sich auf die ganze Erde. Denn dafür ist Er in unsere Welt gekommen und hat den menschlichen Körper angenommen, um uns zu Teilhabern an Seinem himmlisch-irdischen Leben zu machen, uns zur Vollkommenheit, zur Unsterblichkeit, zu ewiger Seligkeit zu führen.

Auf dem Kreuz zeigte der Herr Seine Liebe zur ganzen Menschheit. Wahre Liebe ist immer Göttliche, Christi Liebe, dem Evangelium verbundene. Wenn wir den Reichtum dieser Liebe des Lebensspenders zu uns fühlen und erkennen, dann wird unser Herz leicht von Gegenliebe zu Ihm erfüllt. Und wenn solche Liebe Christi im Herzen wohnt, ist es für alle Brüder offen. Ein solches Herz ist bereit, allen zu dienen – mit seinem Besitz, Seinem Gebet, Fasten, Barmherzigkeit, Geduld, Sanftmut, Demut, Erbarmen bis hin zur Aufopferung für seine Freunde ???. Auf diesem Weg kann der Mensch vollkommen Christus folgen. Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir (Mt 16, 24).

Wenn wir orthodoxe Christen bereit sind, unser Kreuz auf uns zu nehmen, unsere Liebe zu Christus und jedem unserer Brüder auf der Erde auszustrecken, wenn wir bereit sind, Ihm in jener Handlung nachzuahmen, in welcher Er sich selbst entäußerte und Knechtsgestalt annahm (Phil 2, 7), dann bereiten wir uns darauf vor, Seine Herrlichkeit aufzunehmen und an Seiner Gewalt im Himmel und auf Erden teilzuhaben, in Seiner allumfassenden Liebe. Und frohlockend singen wir: Du bist unser Gott, außer Dir kennen wir keinen anderen und Deinen Namen rufen wir an. Kommet, alle Gläubigen, lasset uns die heilige Auferstehung Christi preisen, denn siehe, durch Christus ist Freude für die ganze Welt gekommen!

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Berlin-München
Auferstehung Christi 2014
 sobor.de

Samstag, 19. April 2014

Orthodoxer Ostersonntag, Epistel, Evangelium und Hymnen

                              

DIE MESSORDNUNG (das Typikon für diesen Festtag):
Priester: Gesegnet sei das Reich des Vaters und des Sohnes und des Heiligen 
Geistes jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit.
Chor: Amen. Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod durch den 
Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt (3 
Mal).
Priester: In der Mitte des Altertisches stehend mit Weihrauch und einer weißen Kerze: Gott erhebt sich, da zerstieben seine Feinde; seine Gegner fliehen 
vor ihm. (Chor: Christus ist erstanden...)
Priester: Gehend zur rechten Seite des Altartisches: Wie flüchtiger Rauch 
verweht; so verwehen sie; wie das Wachs vor dem Feuer zerfließt. 
(Chor: Christus ist erstanden...) 
Priester: Gehend hinter den Altartisch: So vergehen die Frevler vor Gottes 
Antlitz; doch die Gerechten freuen sich und jubeln vor dem Angesicht Gottes. 
(Chor: Christus ist erstanden...)
Priester: Gehend zur linken Seite des Altartisches: Dies ist der Tag, den der 
Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und seiner uns freuen! 
(Chor: Christus ist erstanden...)
Priester: Gehend zum Opfertisch: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem 
Heiligen Geist, 
(Chor: Christus ist erstanden...)
Priester: Gehend zum Königstor: Jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit! 
Amen. Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod durch den Tod zertreten,
(Chor: und denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt), während 
der Priester die Ikonen und die Gemeinde vor dem Königstor beweihräuchert. 
Priester: In Frieden lasset uns zum Herrn beten... (Große Ektenie)

Die Antiphonen für das Fest: 
I. Nach jedem Vers dieser Antiphon singt der Chor: 
Auf die Fürbitten der Gottgebärerin, Heiland, errette uns! 
- Jubelt Gott, alle Lande! Singet vom Ruhm seines Namens, entbietet ihm 
erenden Lobgesang!
- Sprecht zu Gott: „Wie ehrfurchtgebietend sind deine Werke! Alle Welt 
neige sich vor dir, singe dir, lobsinge deinem Namen! 
- Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit! Amen. 
II. Nach jedem Vers dieser Antiphon singt der Chor: 
Rette uns, Sohn Gottes, der du von den Toten auferstanden bist, die wir dir 
singen: Alleluja!
- Gott sei uns gnädig und segne uns! Er lasse sein Antlitz leuchten und 
erbarme sich unser!
- So wird man auf Erden dein Walten erkennen, unter allen Völkern dene Hilfe. Die Völker sollen dich preisen, Gott, es sollen dich preisen alle 
Völker!
- Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist,
- jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit Amen! Du Einziggeborener und Sohn 
Gottes.....

Für den Kleinen Einzug (Chor:) 
Gott erhebt sich. da zerstieben seine Feinde, seine Gegner fliehen vor ihm. 
Wie flüchtiger Rauch verweht, so verwehen sie; wie das Wachs vor dem 
Feuer zerfließt, so vergehen die Frevler vor Gottes Antlitz; doch die Gerechten freuen sich und jubeln vor dem Angesicht Gottes. Dies ist der Tag, 
den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und seiner uns freuen! 
Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod durch den Tod zertreten und 
denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt (3 Mal).
Priester: Lobet Gott in den Versammlungen, den Herrn von den Quellen Israels her, rette uns Sohn Gottes, die wir dir singen: Alleluja!
Chor: Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt (3 Mal).
Hypakoi zum Auferstehungsfest (4. Ton): 
Dem Morgengrauen eilten die Frauen um Maria voraus, fanden den Stein vom 
Grabe weggewälzt. Aus Engelsmunde hörten sie die Kunde: Ihn, der in ewigem 
Lichte wohnt, was suchet als Menschen ihr ihn unter Toten? Die Grabtücher 
schauet. Laufet und kündet der Welt, dass erstanden der Herr, dass er getötet 
den Tod. Denn der Sohn Gottes ist er, der errettet der Menschen Geschlecht.

Das Kondakion zum Auferstehungsfest (8. Ton): 
Obschon du ins Grab hinabstiegst, Unsterblicher, hast du dennoch die Macht 
des Totenreiches gebrochen. Als Sieger bist du erstanden, Christus Gott. Den 
myrrhetragenden Frauen riefst du zu: Freuet euch! Und deinen Aposteln gabst 
du den Frieden; den Gefallenen gewährest du Auferstehung. 
Statt des Trisagion singt man den folgenden Vers: 
Die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Alleluja! (3 Mal). 
Ehre sei dem Vater... habt Christus angezogen. Alleluja! 
Priester: Dynamis! 
Chor: Dynamis! Die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen 
Alleluja! 


Die Epistel zum Auferstehungsfest: 
Prokimenon: Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und seiner uns freuen!
Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 1: 1-9)

Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nach dem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Weisung gegeben hatte. Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.


Das Evangelium zum Auferstehungsfest: (Joh 1: 1-17)

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat‘s nicht ergriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn. 

Die neunte Ode: 
Der Engel sprach zu der Vollbegnadeten: Freue dich, o du allreine 
Jungfrau; und ich sage noch einmal: Freue dich! Denn dein Sohn ist 
erstanden von den Toten am dritten Tage. 

Werde Licht, werde Licht, o du neues Jerusalem, denn die Herrlichkeit 
Gottes hat dich erleuchtet. Freude dich nun und sei froh, du Sion; und 
du, allreine Muttergottes, freue dich über die Auferstehung deines 
Kindes.
(Koinonikon): 
Christi Leib empfanget. Kostet am Quell der Unsterblichkeit. Alleluja!
Vor der Kommunion: Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod 
durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt (1 Mal).

Nach der Kommunion:  Christus ist erstanden von den Toten, hat den Tod durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben in Gnaden geschenkt (3 Mal).


http://www.rum-orthodox.de/

Predigt zur Auferstehung Christi



„Nun ist alles mit Licht erfüllt, Himmel wie Erde und die Unterwelt.
Feiere aber die ganze Schöpfung Die Auferstehung Christi, auf der sie
gegründet ist“ (Osterkanon 3. Ode).

Meine Lieben im Herrn! Mit diesen Worten spricht uns der Verfasser des
Osterkanons an. Er schickt uns damit die Verkündigung der Freude und des
Lichtes der Auferstehung Christi zu. Er lädt uns alle dazu ein, den
„neuen Trank“ zu trinken, welcher durch das Emporsteigen Christi aus dem
Grabe eine Quelle der Unverdorbenheit wurde; eine unerschöpfliche Quelle
des Lebens, der Freude und des Lichtes.

Christus ist auferstanden aus dem Grabe „wie er bereits ankündigte“. Die
Auferstehung Christi ist kein bloßes Ereignis, das lediglich schon
einmal geschah und danach in Vergessenheit geraten ist. Die Auferstehung
ist das Fundament unseres Glaubens, wie der Apostel Paulus sagt: „Ist
aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so
ist auch euer Glaube vergeblich“ (1Kor 15: 14). Die Auferstehung ist für
unser Leben auch die Quelle, aus der wir jeden Tag ausschöpfen, in dem
wir sie in unseren Seelen erleben und alle gemeinsam rufen: „Nachdem wir
die Auferstehung Christi gesehen haben, lasset uns anbeten den heiligen
Herrn Jesus, Den allein Sündlosen. Denn er hat das Kreuz für uns
erduldet. Er hat den Tod durch Seinen Tod überwunden.“

Christus stieg um unser Heiles willen in den Hades sterbend hinab. Ihn
sahen dort diejenigen, welche „mit den Fesseln des Hades eingeschlossen
waren“. Als sie sein unbeschreibliches Mitleid spürten, frohlockten und
feierten sie das ewige Pascha. Sie eilten zu ihm, um Licht und Leben vom
„Ewigen Licht“ zu schöpfen. Die Myron- Trägerinnen eilten weinend zum
Grabe, um Jesus, den als sterbenden Herrn, zu suchen; sie fielen jedoch
vor ihm als dem Auferstandenen frohlockend nieder. Danach verkündeten
sie seinen Jüngern das mystische Pascha. So lasset uns zur Kirche
Christi eilen, um dort die Freude der Auferstehung zu erleben und diese
Freude von dort aus zu allen Menschen zu bringen, ihnen die Auferstehung
Christi zu verkünden, die neue Frucht des Weinstocks einzureichen und zu
ihnen zu sagen: „Erhaltet von uns die frohe Botschaft von der
Auferstehung Christi; kostet und seht, wie gut der Herr ist.“

Heute ist der Tag der Auferstehung! Lasst uns glänzen beim Volksfest und
einander frohlockend umarmen. Lasst uns „Brüder“ nennen auch die, die
uns hassen; verzeihen wir alles ob der Auferstehung. Lasst uns alle in
die Freude unseres Herrn eintreten. Niemand fürchte den Tod, denn
befreit hat uns des Heilands Tod. Lasst uns mit dem Propheten Jesaja
rufen: „Tod, wo ist dein Stachel? Hades, wo ist dein Sieg?“ Auferstanden
ist Christus; die Engel freuen sich und die Dämonen sind gefallen.
Auferstanden ist Christus und kein Toter im Grabe. Denn durch seine
Auferstehung von den Toten ist Christus der Erstling der Entschlafenen
geworden.

Von der Tiefe meines Herzens bitte ich den von den Toten auferstanden
Herrn darum, das Licht seiner heiligen Auferstehung auf euch ausstrahlen
zu lassen, euer Leben von seinem Leben zu erfüllen, und seine Freude,
die keiner euch wegnehmen kann, auf euch auszugießen.
Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!   

+ Metropolit Johannes (Der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia) 
zum Osterfest 2011

LIVE HOLY FIRE JERUSALEM /NOW!!!!! LIVE DIE ERSTE AUFERSTEHUNG UND DAS HEILIGE FEUER JETZT!

               
http://www.tv4e.gr/livestreaming.php

                                        



Der Große Samstag

                   

Am Samstagvormittag  wird die Vesper (es handelt sich bereits um die Auferstehungsvesper) mit der Basiliusliturgie gefeiert, und die Heilige Kommunion empfangen.  Mann nennt diesen Gottesdienst auch die Erste Auferstehung. 
Gelesen werden 15 alttestamentliche Texte, die Prophezeiungen oder Beschreibungen der Auferstehung darstellen. Während der Apostellesung kleidet sich der Klerus um von schwarz auf weiß, er tritt aus dem Altarraum und verstreut Blätter im ganzen Kirchenraum. Ostern kündigt sich an! Das Evangelium ist schon österlich. Aber der Tag ist noch Fasttag.


Abends findet der Auferstehungs-Gottesdienst statt. Zunächst wird der der Mitternachtsgottesdienst (Mesonyktikon) gefeiert. Dann wird die Kirche verdunkelt und alle Lichter werden gelöscht. Der Abt zündet im Altarraum am Altar ein neues Öllicht an und daran seine Osterkerze. Mit dieser tritt er aus dem Altarraum und reicht den Gläubigen das Osterlicht. Dabei singt er: „Kommt und empfanget das Licht vom ewigen Lichte und preiset Christus, der von den Toten erstanden!“ Dann ziehen alle hinaus, im Freien wird das Osterevangelium verkündet und zum ersten Mal „Christus ist auferstanden“ gesungen und einander zugerufen. Außerdem werden oftmals schon die roten Ostereier aneinandergeschlagen, die rot sind, weil sie das Blut Christi symbolisieren.

Danach folgen in der hell erleuchteten Kirche der Osterorthros und die Göttliche Liturgie. Alle Gläubigen halten während der gesamten Feier brennende Kerzen in den Händen und viele singen die Hymnen mit.

Frohe Ostern!!!

Freitag, 18. April 2014

Das Heilige Feuer in Jerusalem

Dieses Ereignis geschieht jedes Jahr vor dem orthodoxen Ostern in Jerusalem in der Grabeskirche, die mit ihrem riesigen Dach Golgotha, die Höhle, in die der vom Kreuz abgenommene Christi gelegt wurde, den Garten, wo Maria Magdalena als erste von den Menschen Ihn gesehen hat, bedeckt. Die Kirche wurde vom Kaiser Konstantin und von seiner Mutter Königin Elena im 4. Jahrhundert gebaut und die Zeugnisse über das Wunder reichen schon bis zu dieser Zeit zurück.

So geschieht es heutzutage. Ungefähr zur Mittagsstunde geht vom Hof des Patriarchats Jerusalems der Kreuzgang mit dem Patriarchen an der Spitze heraus. Die Prozession betritt die Grabeskirche und begibt sich zur Kapelle, die über dem Gottesgrab gebaut wurde, dann geht man um sie dreimal herum und bleibt vor ihrem Tor stehen. Alle Lichter in der Kirche sind gelöscht. Tausende von Menschen: Araber, Griechen, Russen, Rumänen, Juden, Deutsche, Engländer- Pilger aus der ganzen Welt beobachten den Patriarchen mit einem angespannten Schweigen.


Der Patriarch entkleidet sich. Die Polizisten suchen Ihn und das Gottesgrab gründlich ab. Sie suchen nach Etwas, was das Feuer entzünden könnte (während der türkischen Herrschaft in Jerusalem haben sich damit die türkischen Polizisten beschäftigt). In einem langen hinunterfallenden Chiton geht das Kirchenoberhaupt hinein. Vor dem Grab kniend, fleht er Gott um das Herabsenden des Heiligen Feuers an. Manchmal dauert sein Gebet lange. Plötzlich erscheint auf der Marmorplatte des Grabes etwas wie ein Feuerregen aus blauen Kügelchen. Der Heilige Vater berührt sie mit Watte, woraufhin sie sich entzündet. Mit diesem kühlen Feuer entzündet der Patriarch Lämpchen und Kerzen. Danach bringt er sie in die Kirche und übergibt sie dem armenischen Patriarchen und danach dem Volk. In diesem Augenblick leuchten tausende bläuliche Lichter in der Luft unter der Kuppel der Kirche auf.
Es ist schwer sich vorzustellen, wie eine vieltausendköpfige Menschenmenge jubelt. Die Menschen schreien, singen, das Feuer wird von einem Kerzenbund zum anderen weitergegeben und innerhalb einer Minute ist die gesamte Kirche durch das Feuer erleuchtet.
Am Anfang hat das Heilige Feuer besondere Eigenschaften – es verbrennt nicht, obwohl jeder in den Händen einen Bund mit 33 Kerzen hält (nach der Zahl der Jahre vom Erlöser). Es ist verblüffend zu beobachten, wie sich die Menschen mit diesem Feuer waschen und über ihre Bärte und Haare streichen. Nach einiger Zeit erwirbt das Feuer gewöhnliche Eigenschaften. Mehrere Polizisten zwingen die Menschen ihre Kerzen zu löschen, aber der Jubel hört nicht auf.
Die besagte Marmorsäule
am Eingang
Das Heilige Feuer kommt in die Grabeskirche nur am orthodoxen Ostersamstag herab, obwohl Ostern jedes Jahr an verschiedenen Tagen nach dem alten Julianischen Kalender gefeiert wird. Noch eine Besonderheit ist, dass das Heilige Feuer nur nach Gebeten des orthodoxen Patriarchen herabkommt.
Einmal hat eine andere christliche Gemeinde von Armeniern aus Jerusalem, die aber von der heiligen Orthodoxie noch im 4 Jahrhundert zurückgetreten sind, die türkische Regierung bestochen, damit allein sie und nicht der orthodoxe Patriarch an dem Karsamstag im Gottesgrab für dieses Wunder beten können.

Lange und ohne Erfolg haben die armenischen Priester gebetet, während der orthodoxe Patriarch Jerusalems zusammen mit seiner Gemeinde draußen vor der geschlossenen Tür geweint haben. Und plötzlich traf etwas Blitzähnliches eine Marmorsäule. Sie wurde gespalten. Dann kam aus ihr Feuer heraus und entzündet die Kerzen der Orthodoxen.

Seitdem traut sich keine der zahlreichen christlichen Konfessionen das Recht der Orthodoxen zu bestreiten, an diesem Tag in der Grabeskirche zu beten.
Im Mai 1992 wurde zum ersten Mal nach einer 79- jährigen Pause das Heilige Feuer auf russisches Territorium gebracht. Eine Pilgergruppe aus Priester und Gläubigen hat mit dem Segen des Heiligen Patriarchen das Heilige Feuer vom Gottesgrab in Jerusalem über Konstantinopel und alle slawischen Länder bis Moskau getrag. Seit dem brennt dieses unauslöschliche Feuer auf dem Slawjanskaja- Platz vor dem Denkmal der heiligen slowenischen Lehrer Kyrill und Method.
1.Das Gebäude wird von orthodoxen Christen Auferstehungskirche(Anastasis) genannt.
2.Ein weißes Gewand
http://www.deutsch-orthodox.de/
(Übers. Michail)

Die Hadesfahrt Jesu Christi- Hl. Kosmas von Aitolien

                                           
                                 

Adam und Eva starben und fuhren zur Hölle (Hades) und brannten fünftausend fünfhundert Jahre wegen einer Sünde;  wir nun,  die wir viele begehen,  und vor allem  ich,  was  werden wir dann zu erleiden haben? Gott ist barmherzig aber auch gerecht. Er hat auch einen eisernen Stab und wie er Adam und Eva züchtigte, so züchtigt er auch uns,  wenn wir nicht das Gute tun.
Adam und Eva übertraten das Gebot Gottes und wurden aus dem Paradies vertrieben.  
Nun  meine  Christen,  was   tun  wir?   Ihr   sollt  wissen,   dass   in   diesen   fünftausend fünfhundert Jahren, alle die starben, zur Hölle fuhren. 
Der Herr hatte Erbarmen   mit   dem  Geschlecht der Menschen und er wurde vollkommener Mensch aus dem Heiligen Geist, aus dem allereinsten Geblüt unser Gebieterin, der Gottesmutter und Immerjungfrau Maria, und er befreite uns aus den Händen des Teufels.
Ihr sollt wissen, dass die Verkündigung der Gottesmutter an einem Sonntag stattfand, an einem  Sonntag  wurde  Christus  geboren  und er offenbarte uns den   heiligen Glauben, die heilige   Taufe,   die   makellosen   Geheimnisse;   er   wurde   gelästert, gekreuzigt und stand, der menschlichen Natur nach, nach drei Tagen auf, fuhr zur Hölle und brachte Adam und Eva und sein ganzes Geschlecht von dort heraus; Freude  war im Himmel. Bei der Hölle und in der ganzen Welt  (des Teufels) war bitteres Gift und bei den Juden und bei dem Teufel ein zweischneidiges Schwert.
Er fuhr hoch in die Himmel und setzte sich zur rechten Gottes,  um ewig mit zu herrschen, um auch von den Engeln verehrt  zu werden. 
Ihr sollt wissen, dass wir heute, morgen, das Ende der Welt erwarten. Ihr seid klug und fähig zu lernen: Erkennt von euch aus das Gute und tut es.


Das Heilige Feuer von Jerusalem:Beweise und Zeugenaussagen / La Lumiere Sainte a Jerusalem: Preuves et Temoignages

              

Das Heilige Feuer von Jerusalem:Beweise und Zeugenaussagen:

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La Lumiere Sainte a Jerusalem: Preuves et Temoignages:

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