December 7th 2019, the much-beloved Elder Ephraim of Arizona reposed
in the Lord after being ill for many years. According to reports,
Elder Ephraim was aware of his impending death some days before, and
despite this he would still daily go out and give his blessing to the
people. His personal doctor told him to not go out Saturday evening,
the day of his repose, to bless the people. Elder Ephraim was lucid
on the day of his repose and partook of the Immaculate Mysteries. Then
at 9:00pm (Mountain Standard Time), as he was upright occupied with
something, he suddenly tilted slightly to the side and died. Nurses
found him practically upright, having delivered his spirit to the
Lord.
Elder Ephraim, also known as Ioannis Moraitis, was born on June 24,
1928, in Volos, Greece. He spent his childhood in poverty helping his
father with his work, but he always followed the example of his mother
(who later became a nun and bore the name “Theophano”).
At the age of 14, he decided to follow a monastic path, but his
spiritual father did not give him the blessing to go to Mount Athos
until he was 19 years old. Upon his arrival at Mount Athos on September
26, 1947, he went straight to Elder Joseph the Hesychast in the
Monastery of Timios Prodromos (Saint John the Forerunner), who accepted
him into his brotherhood. Nine months later, in 1948, he received the
name “Ephraim”.
In 1973, the brotherhood moved to the Holy Monastery of Philotheou
where Elder Ephraim became abbot. Thanks to his good reputation, the
monastic brotherhood grew rapidly.
In 1979, he went to Canada due to health issues. Along with his
medical examinations, he was preaching the Greek population and hearing
their confessions. Then, he wanted to establish a monastery in America,
so that the Greek population would have their own spiritual place.
He established 19 monasteries in North America, 17 in the US and 2 in
Canada, both for men and women, which are subject to the Greek Orthodox
Archdioceses of America and Canada. Elder Ephraim lived in St.
Anthony’s Monastery in Arizona, not too far away from Phoenix and the
town of Florence.
sources and gratitude to: orthochristian.com, orthodoxtimes.com
Sonntag, 8. Dezember 2019
Montag, 2. Dezember 2019
Donnerstag, 17. Oktober 2019
Erstes rumänisch-orthodoxes Kloster in der Schweiz geweiht
In der Schweiz wurde das erste rumänisch-orthodoxe Kloster eingeweiht. Der Kovent derzeit von vier Nonnen unter der Äbtissin Antonia (Peleanu). Die Weihe des Klosters in dem Ort Les Sciernes d ‘Albeuve im Kanton Fribourg nahm der in Paris residierende rumänisch-orthodoxe Metropolit für West und Südeuropa Iosif (Pop) vor, der mit drei weiteren rumänisch-orthodoxen Bischöfen konzelebrierte. Nach der Weihe wurde die neue Äbtissin Antonia Peleanu offiziell in ihr Amt eingeführt, die sich seit 2013 dem Aufbau des Klosters widmet. Ein rumänisch-orthodoxer Priestermönch fungiert als geistlicher Vater. Die Gottesdienste werden auf rumänisch und französisch gehalten.
Ein Tag der Freude im Herrn für die Schweiz und die gesamte Orthodoxe Kirche.
ICH WILL UND KANN NUR IN CHRISTUS JESUS
von Archimandrit Joel Konstantaros
Apostolische Lesung (2 Galater 16-20)
6. Sonntag, Lukasevangelium
Wie
viele Menschen denken ernsthaft über den Sinn unserer Existenz und
Präsenz im Diesseits nach und wie viele von denen, die von sich selbst
behaupten, den christlichen Glauben angenommen zu haben, sind sich des
Umstandes bewusst, dass die Kultivierung des geistlichen Lebens die
Abtötung jeder Form des Bösen voraussetzt, mit der unsere Seelenwelt
durchsetzt ist? Haben wir uns wohl vergegenwärtigt, dass die
Metamorphose des Innenlebens des Menschen, welche sich in heiligem
Verhalten äußert, ein tägliches Kreuz darstellt, das wir alle, vom
Kleinsten bis zum Größten, wie in einer Prozession mitzuführen haben?
Denn Apostel Paulus meinte gerade dieses, als er predigte: „Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“.
Wenngleich diese Lebenshaltung, die vom Menschen frei und bereitwillig
gewählt wird, keine einfache ist, so ist sie doch mit der Gnade Gottes
umsetzbar, wie uns sowohl die apostolische Predigt als auch die
Heiligenviten bestätigen.
Aber
aus welchem Grund erscheint uns das christliche Leben so schwierig?
Offenbar da unser niederes Selbst, das heißt unsere Leidenschaften und
Schwächen, über unseren Willen herrschen, wenn auch stets unserem
eigenen Vorsatz und Entschluss folgend. Es handelt sich folglich um
einen unerbittlichen Krieg, der in unserem Inneren stattfindet, in
vielen Fällen bis zum letzten Atemzug.
Doch
findet ein Glaubender im Umfeld etwa Beistand für seinen heiligen
Kampf? Bieten andere Menschen dem mit sich selbst Ringenden bereitwillig
ihre Hilfe an?
Wir wissen, dass “die ganze Welt im Argen liegt” und
anstatt zu helfen, immerzu Versuchungen verursacht und die Seele
destruktiv beeinflusst, sei es mit provokativen Versuchungen, oder auch
durch verschiedenartige Anstöße, die das bereits existierende Böse der
Seele nähren. Das führt dazu, dass sich der Gläubige, der nach dem
Willen Gottes leben möchte, oftmals von weltlichen Versuchungen
umzingelt und in seiner eigenen Schwäche gefangen fühlt, sodass er sich
dieselbe existentielle und dramatische Frage stellt wie der heilige
Paulus:„Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?“.
Würden
wir an dieser Stelle unsere Ausführungen beenden, so schiene es, als
sei der Feind der Sieger, und als verbünde sich und arbeite alles
zugunsten des finsteren Reiches des Hades. Nein, dem ist nicht so,
gesegnete Schwestern und Brüder. Tausendmal nein. Denn es gibt ein
allmächtiges Mittel, welches das Unmögliche möglich macht und die Fallen
bricht wie Spinnennetze, vorausgesetzt, der Gläubige hat den
entsprechenden Willen, nimmt mit Eifer den heiligen Kampf der Buße auf
und legt die Rüstung der Gnade an.
Der
Apostel selbst, mit seiner überschäumenden und frei gewählten Liebe zu
Jesus, zeigt uns den hoffnungsvollen und erlösenden Weg: „Ich danke meinem Gott allezeit in Christo Jesu“.
Dieser
Ausruf allein erleuchtet die Finsternis und erfüllt die Luft mit
Wohlgeruch, denn der Sieger über Tod, Teufel und Sünde ist uns näher,
als wir uns vorzustellen vermögen, und Er wird uns den Sieg schenken,
wenn wir nur „Ja“ sagen und auch den eigenen, mühevollen Kampf nicht
versäumen. Denn zu welchem Zweck ist Christus auf die Welt gekommen?
Weshalb hat Er Sein Blut auf dem Kreuz vergossen? Weshalb ist der Sohn
Gottes gestorben? Um den Menschen von der Sünde zu erlösen. Um ihn aus
den Fallen seiner Feinde zu befreien und ihm das unsterbliche Leben zu
schenken. Und weil der Teufel weiß, dass dem Mensch diese Möglichkeit
von Christus gegeben wird, durch seinen Glauben in Ihn und die Teilnahme
am Leben der Orthodoxen Kirche, versucht er ihm auf viele Arten die
Frucht seiner angeblicher Allmacht einzuflößen und mit dem Überwurf der
Genüsse den Todesschlag zu verbergen, der ihm durch das Ehrwürdige Kreuz
versetzt wurde.
Ja.
Die Kraft unseres Christus, unseres Herrn und Gottes, ist unbesiegbar.
Diese göttliche Kraft ertötet die fleischliche Gesinnung und vernichtet
den gefallenen Engel. Die Heiligen, die in der Gnade lebten und das Böse
in all seinen Manifestationen in unvorstellbarem Ausmaß bekämpften,
bekundeten mit geheiligten Worten, dass es nicht nur tatsächlich möglich
ist, ein geistliches Leben zu führen, sondern dass ein Kind der Kirche
darüber hinaus, wenn es denn wirklich will, „von Kraft zu Kraft” wandeln und die unfassbaren Höhen der Heiligung, d.h. die Erleuchtung und die Vergöttlichung, zu erreichen vermag.
Selbstverständlich
dürfen wir dabei nicht die reichen geistlichen Mittel vergessen, mit
denen der Kämpfende bestärkt wird, um immer wieder, mit neuer Kraft, den
Kampf gegen die Leidenschaften und das Böse aufzunehmen: Zum einen die
unbefleckte Kommunion, die allein in unserer Kirche und im Rahmen der
rituellen Versammlungen abgehalten und gespendet wird, und zum anderen
die authentische ekklesiastische Lebensweise, fern von Verfälschungen
und Innovationen des Neuen Zeitalters, die wie teuflische Pilze aus dem
Boden selbst der inneren Kreise und höchsten Instanzen schießen.
Die
Heiligen betonten, als sie über den Willen des Christen sprachen: Für
den Gläubigen existiert kein „Ich kann nicht“, sondern nur ein „Ich will
nicht“. „Ich will“ bedeutet, ich will und kann nur in Christus Jesus und nur mit Seiner Gnade.
Die
Ausführungen über das Leben des kämpfenden Gläubigen möchte ich mit
einigen Worten des heiligen Johannes von Kronstadt abschließen, der den
geistlichen Kampf auf einzigartige Weise lebte und predigte, wie auch
die Freude im Heiligen Geist, die heiligende: „Das größte Unglück, dem
ich tagtäglich begegne, sind meine Sünden, die mein Herz verletzen und
auffressen. Doch diesem Unglück vermögen wir jeden Tag mit dem größten
Befreier und Erlöser, Jesus Christus, entgegenzutreten. Arme Sünder!
Lernt dieser Erlöser kennen, so wie ich Ihn kenne, aus Seinen
Gnadengaben! (…)Meine Seele ist bei Gott, wie der Fisch im Wasser oder
das Vögelchen in der Luft. Gott umschließt sie vollkommen und allzeit.
Sie lebt in Ihm, bewegt sich in Ihm, erholt sich in Ihm, findet Frieden
in Ihm“!
Dem
muss nichts weiter hinzugefügt werden, nur noch ein Wunsch, der von
Herzen kommt: Ich wünsche allen einen guten Kampf in Jesus Christus, der
den Weg ebnet für den gesegneten Sieg.
Amen.
Archimandrit Joel Konstantaros
Quelle: www.impantokratoros.gr
Dienstag, 3. September 2019
Das Ungeschaffene Licht - Archimandrit Georgios Kapsanis
Gemäß dem großen Erleuchter der Kirche, dem heiligen Gregor Palamas, gibt es drei Arten von Theologien:
1. Die zuverlässige und mystische der gottschauenden Theologen, die aus persönlicher Erfahrung und Gemeinschaft mit dem Lebendigen Gott sprechen.
2. Die philosophische Theologie derjenigen, die keine persönliche Erfahrung der Gottesschau haben, doch in Demut die Erfahrungen und Gottesschau der Heiligen akzeptieren und in Übereinstimmung mit denselben theologisieren. Diese Theologie benutzt die beweisführende Methode, das heißt jene, die die theologischen Thesen beweist durch Folgerungen aus der göttli-chen Offenbarung und den schriftlich niedergelegten Erfahrungen der Heiligen.
3. Die neue Theologie der dreisten Theologen, die die Erfahrungen der Heiligen verwerfen und dialektisch theologisieren entsprechend ihren eigenen philosophischen Grundsätzen. Repräsentant dieser dialektischen Theologie war zur Zeit des heiligen Gregor Palamas der westliche Mönch Barlaam. Der beweisführenden Methode folgten auch die Väter des Heiligen Bergs, die den Hagioritischen Tomosdes Jahres 1340 verfaßten, in welchem sie abschließend festhalten: "Dies haben uns die Heiligen Schriften gelehrt, dies haben wir von unseren Vätern empfangen, dies haben wir aus unserer eigenen kleinen Erfahrung erkannt." (...)
Das Ungeschaffene Licht - Licht der Gottheit
Den Reichtum der Erfahrung und der Theologie des Ungeschaffenen Lichts verdanken wir den heiligen Mönchen. Deshalb werde ich im Folgenden heilige Mönche zu Wort kommen lassen, solche der alten Zeit und solche neuerer Zeiten, welche den Glauben der Kirche bezüglich des Ungeschaffenen Lichts mit Genauigkeit dargelegt haben. Daraus wird man ersehen können, dass die Erfahrung des Ungeschaffenen Lichts im Bereich des orthodoxen Mönchtums gelebt wird und dass die diesbezügliche Theologie hier formuliert worden ist. Gott ist Licht, wie der heilige Johannes der Theologe sagt: "Und dies ist die Botschaft, die wir gehört haben von Ihm und euch verkünden, dass Gott Licht ist, und keinerlei Finsternis ist in Ihm" (1 Joh 1,5). In seinem Kommentar zu diesem Passus schreibt der heilige Nikodemos vom Hl. Berg: "Licht mithin ist Gott, das wahre Licht, und im Vergleich zu Seinem Glanz sind die Sonne und alle anderen geschaffenen Lichter bloß Pseudo-Lichter. Gott ist Licht, schreibt auch Dionysios derAreopagit, und Er erfüllt mit noetischem Licht jeden überhimmlischen Geist.4Er vertreibt jede Unwissenheit und Verblendung aus den Seelen jener, die Er mit Seinen Strahlen erleuchtet, und schenkt ihnen heiliges Licht.5Geistiges Licht ist Gott, sagen Theophylaktos und Oekumenios, denn Er wendet die Augen der Seele zu Sich hin und die Augen des Geistes weg von allem Materiellen. Er zieht das Verlangen und Begehren des Menschen auf Sich Selbst, sodass dieserfortan nur noch Gott liebt mit glühender Sehnsucht." (...)
An anderer Stelle präzisiert der heilige Nikodemos: "Es sei darauf hingewiesen, dass die Jünger auf dem Berg das Ungeschaffene Licht der Göttlichkeit des Herrn nicht nur mit dem Geist sahen, der das Auge der Seele ist, sondern auch mit den sinnlichen Augen des Leibes. Doch wie sahen sie es? Indem sie innerhalb der Grenzen ihrer natürlichen Kraft verblieben? Gewiß nicht, sondern indem die verändert wurden zum Höheren und Göttlicheren und Kraft empfingen von der Kraft jenes Lichts. Denn geschaffene und sinnliche Augen sind unfähig, das die Sinne und das Denken übersteigende Licht zu fassen. Gestärkt mithin und gekräftigt durch jenes Licht und über die Grenzen ihrer eigenen Natur hinausgehoben, vermochten die sinnlichen Augen der Apostel jenes übernatürliche und ungeschaffene und vom göttlichen Wesen ungetrennte Licht zu sehen, gemäß der gemeinsamen Ansicht der heiligen Theologen." 19 Bekanntlich betonen sowohl die heiligen Hymnen unserer Kirche als auch die heiligen Väter, dass das auf dem Thabor aufstrahlende Licht nicht das Wesen Gottes ist, noch auch ein geschaffenes Licht oder irgendeine Lichterscheinung, sondern das Ungeschaffene Licht Gottes -ungeschaffene, göttliche und vergöttlichende Energie.(...)
2. Die Auswirkungen der Erleuchtung durch das göttliche Licht
Der vom ungeschaffenen göttlichen Licht erleuchtete Mensch empfängt viele göttliche und übernatürliche Gaben. Die Auswirkungen der Erleuchtung durch dieses Licht sind nicht bloß ethischer, sondern in erster Linie ontologischer Natur. Die Gegenwart des göttlichen Lichts ist die Quelle von geistigen Gnadengaben, die über der Natur sind. Das Ungeschaffene Licht wird von den heiligen Vätern als enhypostatisches Lichtcharakterisiert, denn es ist nicht ein Licht, das kommt und geht wie die geistigen Einsichten, sondern es bleibt und erleuchtet die Seele ununterbrochen. Der heilige Makarios der Ägypter sagt hierüber: "Dieses Strahlen des Heiligen Geistes ist nichtbloß wie eineOffenbarung von Einsichten, eine Erleuchtung durch die Gnade, wie schon gesagt, sondern einbeständiges u nd unaufhörliches Strahlen des hypostatischen Lichts in den Seelen." (...)
Im göttlichen Licht, schreibt Altvater Sophronios, wobei er dem heiligen Gregor Palamas und den anderen Vätern folgt, wird der Mensch irgendwie anfanglos: "Als anfanglose Energie Gottes kommt dieses Licht in uns durch Seine Kraft, und so werden wir anfanglos, nicht unserer Natur nach, gewiß, doch der Gnade nach, denn das Leben ohne Anfang wird uns wirklich mitgeteilt." Der heilige Gregor Palamas sagt: "Im künftigen Äon werden alle Gerechten einander erkennen im selben Ungeschaffenen Licht der Gottheit, selbst wenn sie sich im Leibe nie begegnet sind."
Quelle: www.prodromos-verlag.de
Theologie wie Astronomie - Auszug von Vt. I. Romanides
Zunächst
muss erneut betont werden, dass die Tradition der Kirche die
Erfahrung der gottschauenden Heiligen, Propheten, Apostel und Väter
darstellt, derer sie durch eine Offenbarung Gottes teilhaftig wurden
und ihren geistigen Kindern überlieferten, sowie auch
niederschrieben. Auf diese Weise haben wir eine Vereinigung dreier
Faktoren, d.h. die gottschauenden Heiligen, ihr erleuchteter Geist,
mit dem sie der offenbarten Erfahrung teilhaftig werden, als wie auch
ihre Schriften, die von ihren Erfahrungen, mithilfe von erschaffenen
Worten und Inhalten, zeugen. Die
vergöttlichten Heiligen stellen demnach einen grundlegenden Faktor
der Tradition dar, da sie die Träger der Tradition sind.
„Die
Väter unserer Väter im Alten Testament, die Propheten, erlebten die
Theosis ohne die menschliche Natur Christi. Später jedoch erreichten
die Apostel die Theosis nach (der Erscheinung) der menschlichen Natur
Christi. Nach dem Pfingstereignis gibt es noch eine Form der Theosis,
durch die erlebten Erfahrungen nach der Theosis. In der Kirche findet
das gleiche Pfingstereignis immerfort statt, da es kein Ende hat. Und
da es niemals endet, machen die Bischöfe die gleichen Erfahrungen
und wissen daher wovon sie sprechen.
Infolge
der ununterbrochenen Überlieferung ließe sich die Orthodoxe
Vätertheologie u.a. mit der heutigen Biologie, Chemie, Astronomie,
oder Medizin vergleichen, denn die Tradition der Kirche wird
ebenfalls empirisch fortgesetzt. Doch was ist mit empirisch gemeint?
Es bedeutet, dass die Therapien und die Heilungen der Menschen
immerfort stattfinden. Die Menschen lernen immer noch die Wahrheit
von der Astronomie, der Medizin, der Biologie etc., das heißt durch
die Erfahrung der Katharsis (Reinigung), der Erleuchtung, welche die
Heilung der menschlichen Persönlichkeit bedeutet und durch die
Erfahrung der Theosis (Vergöttlichung), bei denen es sich um eine
Art Teleskop und Mikroskop der Orthodoxen Theologie handelt. Aus
diesen Gründen sind wir der Überzeugung, auf dem rechten Pfad zu
wandern und uns innerhalb der Tradition zu bewegen“.
Die
Gottschauenden gleichen den Astronomen, diesen Wissenschaftlern, die
den Sternenhimmel beobachten und mit ihrem Teleskop Himmelskörper
entdecken, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Ihre Beobachtungen
schreiben sie nieder. Die Heiligen tun es genauso.
„Die
Tradition findet man in den Schriften aller Väter, aber insbesondere
in denen des heiligen Symeon des Neuen Theologen, seinen Schülern,
und den so genannten Hesychasten, wieder. Doch was ist diese
Tradition eigentlich? Sie ist einfach, sehr einfach“.
Es handelt sich um die
Gottesschau der Unerschaffenen Energie Gottes und die Führung des
Menschen aufgrund dieser Erfahrung. Die Schau der unbeschreiblichen
Wirklichkeit geschieht durch ein spezielles Organ, dem Nous (Geist),
der erleuchtet wird, durch den Heiligen Geist. Die Gottschauenden
sind Erleuchtete, welche die Theosis erreichen, des Lichtes
teilhaftig werden und das Licht erblicken. „In Deinem Lichte
erblicken wir Licht“. In diesem Punkt gleichen sie den Astronomen,
die Sterne sehen, die unsichtbar sind für das bloße Auge, indem sie
spezielle Geräte benutzen, die Teleskope genannt werden. Und wer die
Ausführungen der Astronomen überprüfen will, muss ebenfalls so ein
Gerät benutzen. Daraus folgt, dass auch ein Christ, der den
Wahrheitsgehalt der Erfahrungen der gottschauenden Heiligen
überprüfen will, zunächst einen erleuchteten Geist erlangen muss.
Zunächst
muss erneut betont werden, dass die Tradition der Kirche die
Erfahrung der gottschauenden Heiligen, Propheten, Apostel und Väter
darstellt, derer sie durch eine Offenbarung Gottes teilhaftig wurden
und ihren geistigen Kindern überlieferten, sowie auch
niederschrieben. Auf diese Weise haben wir eine Vereinigung dreier
Faktoren, d.h. die gottschauenden Heiligen, ihr erleuchteter Geist,
mit dem sie der offenbarten Erfahrung teilhaftig werden, als wie auch
ihre Schriften, die von ihren Erfahrungen, mithilfe von erschaffenen
Worten und Inhalten, zeugen. Die
vergöttlichten Heiligen stellen demnach einen grundlegenden Faktor
der Tradition dar, da sie die Träger der Tradition sind.
Die
Väter unserer Väter im Alten Testament, die Propheten, erlebten die
Theosis ohne die menschliche Natur Christi. Später jedoch erreichten
die Apostel die Theosis nach (der Erscheinung) der menschlichen Natur
Christi. Nach dem Pfingstereignis gibt es noch eine Form der Theosis,
durch die erlebten Erfahrungen nach der Theosis. In der Kirche findet
das gleiche Pfingstereignis immerfort statt, da es kein Ende hat. Und
da es niemals endet, machen die Bischöfe die gleichen Erfahrungen
und wissen daher wovon sie sprechen.
Infolge
der ununterbrochenen Überlieferung ließe sich die Orthodoxe
Vätertheologie u.a. mit der heutigen Biologie, Chemie, Astronomie,
oder Medizin vergleichen, denn die Tradition der Kirche wird
ebenfalls empirisch fortgesetzt. Doch was ist mit empirisch gemeint?
Es bedeutet, dass die Therapien und die Heilungen der Menschen
immerfort stattfinden. Die Menschen lernen immer noch die Wahrheit
von der Astronomie, der Medizin, der Biologie etc., das heißt durch
die Erfahrung der Katharsis (Reinigung), der Erleuchtung, welche die
Heilung der menschlichen Persönlichkeit bedeutet und durch die
Erfahrung der Theosis (Vergöttlichung), bei denen es sich um eine
Art Teleskop und Mikroskop der Orthodoxen Theologie handelt. Aus
diesen Gründen sind wir der Überzeugung, auf dem rechten Pfad zu
wandern und uns innerhalb der Tradition zu bewegen.
Die
Gottschauenden gleichen den Astronomen, diesen Wissenschaftlern, die
den Sternenhimmel beobachten und mit ihrem Teleskop Himmelskörper
entdecken, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Ihre Beobachtungen
schreiben sie nieder. Die Heiligen tun es genauso.
Die
Tradition findet man in den Schriften aller Väter, aber insbesondere
in denen des heiligen Symeon des Neuen Theologen, seinen Schülern,
und den so genannten Hesychasten, wieder. Doch was ist diese
Tradition eigentlich? Sie ist einfach, sehr einfach.
Es handelt sich um die
Gottesschau der Unerschaffenen Energie Gottes und die Führung des
Menschen aufgrund dieser Erfahrung. Die Schau der unbeschreiblichen
Wirklichkeit geschieht durch ein spezielles Organ, dem Nous (Geist),
der erleuchtet wird, durch den Heiligen Geist. Die Gottschauenden
sind Erleuchtete, welche die Theosis erreichen, des Lichtes
teilhaftig werden und das Licht erblicken. „In Deinem Lichte
erblicken wir Licht“. In diesem Punkt gleichen sie den Astronomen,
die Sterne sehen, die unsichtbar sind für das bloße Auge, indem sie
spezielle Geräte benutzen, die Teleskope genannt werden. Und wer die
Ausführungen der Astronomen überprüfen will, muss ebenfalls so ein
Gerät benutzen. Daraus folgt, dass auch ein Christ, der den
Wahrheitsgehalt der Erfahrungen der gottschauenden Heiligen
überprüfen will, zunächst einen erleuchteten Geist erlangen muss.
Auszug aus:
"Εμπειρική
Δογματική τής
Ορθοδόξου Καθολικής Εκκλησίας κατά τις
προφορικές παραδόσεις του π. Ιωάννου
Ρωμανίδη".
Τόμος
Α' (Empirische Dogmatik der Orthodoxen Katholischen Kirche nach mündlicher Überlieferung des Vt. I. Romanides, Band 1)
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