Dienstag, 3. September 2019

Archimandrit Ephraim von Arizona

Office orthodoxe en français - Paraclisis à la Mère de Dieu

Metropolitan Anthony Bloom -Faith and Doubt

Das Ungeschaffene Licht - Archimandrit Georgios Kapsanis




Gemäß dem großen Erleuchter der Kirche, dem heiligen Gregor Palamas, gibt es drei Arten von Theologien: 
1. Die zuverlässige und mystische der gottschauenden Theologen, die aus persönlicher Erfahrung und Gemeinschaft mit dem Lebendigen Gott sprechen.
 2. Die philosophische Theologie derjenigen, die keine persönliche Erfahrung der Gottesschau haben, doch in Demut die Erfahrungen und Gottesschau der Heiligen akzeptieren und in Übereinstimmung mit denselben theologisieren. Diese Theologie benutzt die beweisführende Methode, das heißt jene, die die theologischen Thesen beweist durch Folgerungen aus der göttli-chen Offenbarung und den schriftlich niedergelegten Erfahrungen der Heiligen.  
3. Die neue Theologie der dreisten Theologen, die die Erfahrungen der Heiligen verwerfen und dialektisch theologisieren entsprechend ihren eigenen philosophischen Grundsätzen. Repräsentant dieser dialektischen Theologie war zur Zeit des heiligen Gregor Palamas der westliche Mönch Barlaam. Der beweisführenden Methode folgten auch die Väter des Heiligen Bergs, die den Hagioritischen Tomosdes Jahres 1340 verfaßten, in welchem sie abschließend festhalten: "Dies haben uns die Heiligen Schriften gelehrt, dies haben wir von unseren Vätern empfangen, dies haben wir aus unserer eigenen kleinen Erfahrung erkannt." (...)

Das Ungeschaffene Licht - Licht der Gottheit
 Den Reichtum der Erfahrung und der Theologie des Ungeschaffenen Lichts verdanken wir den heiligen Mönchen. Deshalb werde ich im Folgenden heilige Mönche zu Wort kommen lassen, solche der alten Zeit und solche neuerer Zeiten, welche den Glauben der Kirche bezüglich des Ungeschaffenen Lichts mit Genauigkeit dargelegt haben. Daraus wird man ersehen können, dass die Erfahrung des Ungeschaffenen Lichts im Bereich des orthodoxen Mönchtums gelebt wird und dass die diesbezügliche Theologie hier formuliert worden ist. Gott ist Licht, wie der heilige Johannes der Theologe sagt: "Und dies ist die Botschaft, die wir gehört haben von Ihm und euch verkünden, dass Gott Licht ist, und keinerlei Finsternis ist in Ihm" (1 Joh 1,5). In seinem Kommentar zu diesem Passus schreibt der heilige Nikodemos vom Hl. Berg: "Licht mithin ist Gott, das wahre Licht, und im Vergleich zu Seinem Glanz sind die Sonne und alle anderen geschaffenen Lichter bloß Pseudo-Lichter. Gott ist Licht, schreibt auch Dionysios derAreopagit, und Er erfüllt mit noetischem Licht jeden überhimmlischen Geist.4Er vertreibt jede Unwissenheit und Verblendung aus den Seelen jener, die Er mit Seinen Strahlen erleuchtet, und schenkt ihnen heiliges Licht.5Geistiges Licht ist Gott, sagen Theophylaktos und Oekumenios, denn Er wendet die Augen der Seele zu Sich hin und die Augen des Geistes weg von allem Materiellen. Er zieht das Verlangen und Begehren des Menschen auf Sich Selbst, sodass dieserfortan nur noch Gott liebt mit glühender Sehnsucht." (...)
 
An anderer Stelle präzisiert der heilige Nikodemos: "Es sei darauf hingewiesen, dass die Jünger auf dem Berg das Ungeschaffene Licht der Göttlichkeit des Herrn nicht nur mit dem Geist sahen, der das Auge der Seele ist, sondern auch mit den sinnlichen Augen des Leibes. Doch wie sahen sie es? Indem sie innerhalb der Grenzen ihrer natürlichen Kraft verblieben? Gewiß nicht, sondern indem die verändert wurden zum Höheren und Göttlicheren und Kraft empfingen von der Kraft jenes Lichts. Denn geschaffene und sinnliche Augen sind unfähig, das die Sinne und das Denken übersteigende Licht zu fassen. Gestärkt mithin und gekräftigt durch jenes Licht und über die Grenzen ihrer eigenen Natur hinausgehoben, vermochten die sinnlichen Augen der Apostel jenes übernatürliche und ungeschaffene und vom göttlichen Wesen ungetrennte Licht zu sehen, gemäß der gemeinsamen Ansicht der heiligen Theologen." 19 Bekanntlich betonen sowohl die heiligen Hymnen unserer Kirche als auch die heiligen Väter, dass das auf dem Thabor aufstrahlende Licht nicht das Wesen Gottes ist, noch auch ein geschaffenes Licht oder irgendeine Lichterscheinung, sondern das Ungeschaffene Licht Gottes -ungeschaffene, göttliche und vergöttlichende Energie.(...)


 2. Die Auswirkungen der Erleuchtung durch das göttliche Licht 

Der vom ungeschaffenen göttlichen Licht erleuchtete Mensch empfängt viele göttliche und übernatürliche Gaben. Die Auswirkungen der Erleuchtung durch dieses Licht sind nicht bloß ethischer, sondern in erster Linie ontologischer Natur. Die Gegenwart des göttlichen Lichts ist die Quelle von geistigen Gnadengaben, die über der Natur sind. Das Ungeschaffene Licht wird von den heiligen Vätern als enhypostatisches Lichtcharakterisiert, denn es ist nicht ein Licht, das kommt und geht wie die geistigen Einsichten, sondern es bleibt und erleuchtet die Seele ununterbrochen. Der heilige Makarios der Ägypter sagt hierüber: "Dieses Strahlen des Heiligen Geistes ist nichtbloß wie eineOffenbarung von Einsichten, eine Erleuchtung durch die Gnade, wie schon gesagt, sondern einbeständiges u nd unaufhörliches Strahlen des hypostatischen Lichts in den Seelen." (...)


Im göttlichen Licht, schreibt Altvater Sophronios, wobei er dem heiligen Gregor Palamas und den anderen Vätern folgt, wird der Mensch irgendwie anfanglos: "Als anfanglose Energie Gottes kommt dieses Licht in uns durch Seine Kraft, und so werden wir anfanglos, nicht unserer Natur nach, gewiß, doch der Gnade nach, denn das Leben ohne Anfang wird uns wirklich mitgeteilt." Der heilige Gregor Palamas sagt: "Im künftigen Äon werden alle Gerechten einander erkennen im selben Ungeschaffenen Licht der Gottheit, selbst wenn sie sich im Leibe nie begegnet sind."


 Quelle: www.prodromos-verlag.de

Theologie wie Astronomie - Auszug von Vt. I. Romanides


Zunächst muss erneut betont werden, dass die Tradition der Kirche die Erfahrung der gottschauenden Heiligen, Propheten, Apostel und Väter darstellt, derer sie durch eine Offenbarung Gottes teilhaftig wurden und ihren geistigen Kindern überlieferten, sowie auch niederschrieben. Auf diese Weise haben wir eine Vereinigung dreier Faktoren, d.h. die gottschauenden Heiligen, ihr erleuchteter Geist, mit dem sie der offenbarten Erfahrung teilhaftig werden, als wie auch ihre Schriften, die von ihren Erfahrungen, mithilfe von erschaffenen Worten und Inhalten, zeugen. Die vergöttlichten Heiligen stellen demnach einen grundlegenden Faktor der Tradition dar, da sie die Träger der Tradition sind.
„Die Väter unserer Väter im Alten Testament, die Propheten, erlebten die Theosis ohne die menschliche Natur Christi. Später jedoch erreichten die Apostel die Theosis nach (der Erscheinung) der menschlichen Natur Christi. Nach dem Pfingstereignis gibt es noch eine Form der Theosis, durch die erlebten Erfahrungen nach der Theosis. In der Kirche findet das gleiche Pfingstereignis immerfort statt, da es kein Ende hat. Und da es niemals endet, machen die Bischöfe die gleichen Erfahrungen und wissen daher wovon sie sprechen.
Infolge der ununterbrochenen Überlieferung ließe sich die Orthodoxe Vätertheologie u.a. mit der heutigen Biologie, Chemie, Astronomie, oder Medizin vergleichen, denn die Tradition der Kirche wird ebenfalls empirisch fortgesetzt. Doch was ist mit empirisch gemeint? Es bedeutet, dass die Therapien und die Heilungen der Menschen immerfort stattfinden. Die Menschen lernen immer noch die Wahrheit von der Astronomie, der Medizin, der Biologie etc., das heißt durch die Erfahrung der Katharsis (Reinigung), der Erleuchtung, welche die Heilung der menschlichen Persönlichkeit bedeutet und durch die Erfahrung der Theosis (Vergöttlichung), bei denen es sich um eine Art Teleskop und Mikroskop der Orthodoxen Theologie handelt. Aus diesen Gründen sind wir der Überzeugung, auf dem rechten Pfad zu wandern und uns innerhalb der Tradition zu bewegen“.

Die Gottschauenden gleichen den Astronomen, diesen Wissenschaftlern, die den Sternenhimmel beobachten und mit ihrem Teleskop Himmelskörper entdecken, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder. Die Heiligen tun es genauso.
„Die Tradition findet man in den Schriften aller Väter, aber insbesondere in denen des heiligen Symeon des Neuen Theologen, seinen Schülern, und den so genannten Hesychasten, wieder. Doch was ist diese Tradition eigentlich? Sie ist einfach, sehr einfach“.
Es handelt sich um die Gottesschau der Unerschaffenen Energie Gottes und die Führung des Menschen aufgrund dieser Erfahrung. Die Schau der unbeschreiblichen Wirklichkeit geschieht durch ein spezielles Organ, dem Nous (Geist), der erleuchtet wird, durch den Heiligen Geist. Die Gottschauenden sind Erleuchtete, welche die Theosis erreichen, des Lichtes teilhaftig werden und das Licht erblicken. „In Deinem Lichte erblicken wir Licht“. In diesem Punkt gleichen sie den Astronomen, die Sterne sehen, die unsichtbar sind für das bloße Auge, indem sie spezielle Geräte benutzen, die Teleskope genannt werden. Und wer die Ausführungen der Astronomen überprüfen will, muss ebenfalls so ein Gerät benutzen. Daraus folgt, dass auch ein Christ, der den Wahrheitsgehalt der Erfahrungen der gottschauenden Heiligen überprüfen will, zunächst einen erleuchteten Geist erlangen muss.

Zunächst muss erneut betont werden, dass die Tradition der Kirche die Erfahrung der gottschauenden Heiligen, Propheten, Apostel und Väter darstellt, derer sie durch eine Offenbarung Gottes teilhaftig wurden und ihren geistigen Kindern überlieferten, sowie auch niederschrieben. Auf diese Weise haben wir eine Vereinigung dreier Faktoren, d.h. die gottschauenden Heiligen, ihr erleuchteter Geist, mit dem sie der offenbarten Erfahrung teilhaftig werden, als wie auch ihre Schriften, die von ihren Erfahrungen, mithilfe von erschaffenen Worten und Inhalten, zeugen. Die vergöttlichten Heiligen stellen demnach einen grundlegenden Faktor der Tradition dar, da sie die Träger der Tradition sind.
Die Väter unserer Väter im Alten Testament, die Propheten, erlebten die Theosis ohne die menschliche Natur Christi. Später jedoch erreichten die Apostel die Theosis nach (der Erscheinung) der menschlichen Natur Christi. Nach dem Pfingstereignis gibt es noch eine Form der Theosis, durch die erlebten Erfahrungen nach der Theosis. In der Kirche findet das gleiche Pfingstereignis immerfort statt, da es kein Ende hat. Und da es niemals endet, machen die Bischöfe die gleichen Erfahrungen und wissen daher wovon sie sprechen.
Infolge der ununterbrochenen Überlieferung ließe sich die Orthodoxe Vätertheologie u.a. mit der heutigen Biologie, Chemie, Astronomie, oder Medizin vergleichen, denn die Tradition der Kirche wird ebenfalls empirisch fortgesetzt. Doch was ist mit empirisch gemeint? Es bedeutet, dass die Therapien und die Heilungen der Menschen immerfort stattfinden. Die Menschen lernen immer noch die Wahrheit von der Astronomie, der Medizin, der Biologie etc., das heißt durch die Erfahrung der Katharsis (Reinigung), der Erleuchtung, welche die Heilung der menschlichen Persönlichkeit bedeutet und durch die Erfahrung der Theosis (Vergöttlichung), bei denen es sich um eine Art Teleskop und Mikroskop der Orthodoxen Theologie handelt. Aus diesen Gründen sind wir der Überzeugung, auf dem rechten Pfad zu wandern und uns innerhalb der Tradition zu bewegen.

Die Gottschauenden gleichen den Astronomen, diesen Wissenschaftlern, die den Sternenhimmel beobachten und mit ihrem Teleskop Himmelskörper entdecken, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder. Die Heiligen tun es genauso.
Die Tradition findet man in den Schriften aller Väter, aber insbesondere in denen des heiligen Symeon des Neuen Theologen, seinen Schülern, und den so genannten Hesychasten, wieder. Doch was ist diese Tradition eigentlich? Sie ist einfach, sehr einfach.
Es handelt sich um die Gottesschau der Unerschaffenen Energie Gottes und die Führung des Menschen aufgrund dieser Erfahrung. Die Schau der unbeschreiblichen Wirklichkeit geschieht durch ein spezielles Organ, dem Nous (Geist), der erleuchtet wird, durch den Heiligen Geist. Die Gottschauenden sind Erleuchtete, welche die Theosis erreichen, des Lichtes teilhaftig werden und das Licht erblicken. „In Deinem Lichte erblicken wir Licht“. In diesem Punkt gleichen sie den Astronomen, die Sterne sehen, die unsichtbar sind für das bloße Auge, indem sie spezielle Geräte benutzen, die Teleskope genannt werden. Und wer die Ausführungen der Astronomen überprüfen will, muss ebenfalls so ein Gerät benutzen. Daraus folgt, dass auch ein Christ, der den Wahrheitsgehalt der Erfahrungen der gottschauenden Heiligen überprüfen will, zunächst einen erleuchteten Geist erlangen muss. 

Auszug aus:  
"Εμπειρική Δογματική τής Ορθοδόξου Καθολικής Εκκλησίας κατά τις προφορικές παραδόσεις του π. Ιωάννου Ρωμανίδη". Τόμος Α' (Empirische Dogmatik der Orthodoxen Katholischen Kirche nach mündlicher Überlieferung des Vt. I. Romanides, Band 1)

Donnerstag, 29. August 2019

Two miracles of Saint Porphyrios in Greece

Song about the Jesus prayer

Heiliger Isaak der Sysrer - Asketische Reden (Auszug)

Über die Ordnung und den Zustand der Anfänger und was sie noch betrifft

Dies ist die besonnene und gottgefällige Ordnung; wenn einer auf dem Weg wandert, sehe er weder nach rechts noch nach links, sondern betrachte immer den Weg, der noch vor ihm liegt. Er sei auch nicht geschwätzig, sondern spreche nur das Notwendigste, und gebe sich zufrieden mit den ärmlichsten Gewändern für die Bedürfnisse des Leibes, und mit minderer Nahrung zur Erhaltung des Leibes, nicht etwa solche, durch welche die Gefräßigkeit gefördert wird, und dabei eine kleine Menge von jeder Speise zu sich zu nehmen, und nicht die eine zu verachten, die andere aber vorzuziehen und seinen Bauch zu füllen; denn die größte aller Tugenden ist die Unterscheidungsgabe.
Trinke keinen Wein ohne Gesellschaft, oder wenn kein gesundheitlicher Grund oder Schwäche vorliegt.
Unterbreche nicht den Redenden und widerspreche nicht immerzu wie ein Unerzogener, sonder sei in deinem Verhalten beständig wie ein Weiser.
Wo du dich auch aufhalten solltest, erachte dich stets als den Bescheidensten und Diener aller.
Entblöße keines deiner Glieder jemals vor anderen, und nähere dich niemals dem Leib eines anderen ohne guten Grund; auch lasse niemanden an deinen Leib herantreten, es sei denn, wie bereits gesagt, es liegt ein guter Grund vor.
Fliehe davor, den Menschen gegenüber freimütig zu sein, wie du vor dem Tod selbst fliehen würdest.
Erlange eine bedächtige Ordnung im Schlaf, damit die Kraft Gottes sich nicht von dir entferne, die dich behütet. Wenn möglich, sollte dich kein anderer Mensch beim Schlafen beobachten können.
Gebe niemals deinen Speichel vor anderen von dir ab und solltest du husten wollen, während der Mahlzeit am Tisch, so wende dein Angesicht nach hinten und huste. Iss und trink mit Anstand, wie es sich geziemt für die Kinder Gottes.
Strecke nie deine Hand unverschämt nach etwas aus, dass vor deinen Gefährten liegt.
Sollte ein Fremder an deinem Tisch sitzen, versäume nicht, ihn mehrmals zum essen aufzufordern, nachdem du die Speisen ordentlich, ruhevoll und nicht mit Hetze auf dem Tisch angerichtet hast. Daraufhin setzte dich ordentlich und sittsam an den Tisch, immer darauf bedacht, keines der Körperglieder zu enthüllen.
Wenn du gähnst, bedecke deinen Mund, und halte kurz den Atemfluss an, um das Gähnen einzustellen.
Trittst du in die Zelle (eines Übergeordneten, eines Gefährten, oder eines Schülers), wache über deine Augen, dass sie die Räumlichkeiten nicht neugierig betrachten, auch wenn du durch solcherlei Gedanken (der Neugierde) bedrängt werden solltest, denn wer so schamlos ist, der ist dem monastischen Ordnung fremd stehend und auch Christus, Der uns diese Ordnung schenkte. Achte nicht darauf, wo dein Gefährte seine Habseligkeiten aufbewahrt und öffne und schließe die Türe seiner Zelle mit Umsicht und Ruhe, wie auch die Türe deiner eigenen Zelle, und trete zu keiner Zeit unerwartet und plötzlich in fremde Räumlichkeiten ein.
Dein Gang sollte nicht hastig sein, es sei denn, eine Pflicht verlangt es von dir. Sein in jedem guten und gottgefälligen Werk folgsam.
Doch den Habsüchtigen, Geldgierigen und Weltlichen sei nicht gehorsam, um ein Teufelswerk zu vermeiden.
Spreche mit allen mit Sanftmut und betrachte sie mit Besonnenheit, ohne dich am Anblick ihres Antlitzes sattsehen zu wollen.
Gehe auf dem Weg den Älteren niemals voran und überholt dich einer deiner Gefährten, so beschleunige deinen Schritt, um ihn wieder einzuholen. Wer aber nicht auf diese Weise handelt, ist töricht und gleicht einem Schwein, das keine Regeln kennt. Wenn dein Gefährte wiederum auf dem Weg mit jemandem zu sprechen wünscht, warte auf ihn und dränge ihn nicht zum Weitergang. Immer sollte der Gesunde dem Kranken zuvorkommen und sagen: „Lass uns einen Halt einlegen, um uns auszuruhen“.
Rüge niemanden wegen einer Verfehlung, sondern suche stets in dir selbst den Fehler und die Schuld.
Vermeide kein Werk, das du als minderwertig erachtest, und erfülle jede Pflicht mit Demut.
Solltest du dich zum Gelächter hinreißen lassen, so zeige dabei wenigstens nicht deine Zähne.
Solltest du mit Frauen sprechen müssen, so wende deinen Blick von ihnen ab, um sie nicht näher zu betrachten. Vor den Nonnen aber fliehe wie vor einer Falle des Teufels; dazu gehören auch die Zusammenkünfte, die Gespräche und der Anblick dieser (der Nonnen), damit dein Herz nicht durch die Unreinheit der Leidenschaften befleckt wird. Selbst leiblichen Schwestern gegenüber verhalte dich wie ein Fremder.
Hüte dich ebenfalls vor (engen) Beziehungen zu deinen Nächsten, damit dein Herz nicht erkalte und die Liebe Gottes nicht verliere.
Gespräche und Freimütigkeit mit Jüngeren vermeide wie Freundschaft mit dem Teufel. Zum Gefährten und Miteingeweihten wähle allein den Menschen, der Gottesfurcht besitzt und über sich zu wachen pflegt, dessen Zelle ärmlich, aber dessen Erkenntnis der Mysterien Gottes reichlich ist. Verberge vor allen Menschen deine Geheimnisse, Handlungen und Kriege.
Vor niemanden setzte dich ohne Übergewand, sollte keine Not vorliegen.
Verrichte deine Notdurft mit Besonnenheit und Ehrfurcht vor deinem Schutzengel.
Und lebe in der Furcht Gottes, bezwinge dich, um bis zu deinem Tod das Geschilderte zu bewahren, auch wenn dein Herz sich dagegen auflehnt.
Besser wäre es für dich, todbringendes Gift zu dir zu nehmen, als mit Frauen zu speisen, handele es sich auch um deine eigene Mutter oder Schwester.
Besser wäre es für dich, mit Drachen zu hausen, als mit anderen (im selben Raum) zu schlafen, handele es sich auch um deinen leiblichen Bruder.
Wenn ein Älterer dich auf dem Weg dazu auffordert, eine Gebetsfolge zu sprechen, sei nicht unfolgsam; ansonsten solltest du schweigen und in deinem Herzen den Herrn lobpreisen.
Gerate mit niemandem wegen einer Sache in Streit und Zerwürfnis, sage niemals die Unwahrheit und schwäre nicht auf den Namen des Herrn, deines Gottes.
Sei verachtet aber verachte niemanden.
Werde betrogen, aber betrüge selbst niemanden. Besser ist es, Materielles zu verlieren, als seelischen Schaden zu erleiden; bringe keinen Menschen vor Gericht, sondern erdulde die Ungerechtigkeit. Beweise Geduld im Herrn, wenn du zu Unrecht verurteilt wirst.
Erlaube es dir nicht, weltliche Dinge zu lieben; ordne dich vielmehr Äbten und Machthabern unter, ohne (engeren) Umgang mit ihnen zu pflegen. Denn dieser Umgang ist eine teuflische Falle, welche die Nachlässigen einzufangen und den Verlust ihrer Seele herbeizuführen pflegt.
O Gefräßiger, weshalb nur wünscht du dir die Befriedigung deines Bauches? Besser wäre es für dich, glühende Kohlen zu schlucken, als Gebratenes der Mächtigen und Herrscher dieser Welt.
Beweise allen Menschen gegenüber, ohne Ausnahme, deine Barmherzigkeit, und sei stets beherrscht und schamhaft.
Hüte dich vor Geschwätzigkeit; denn sie tilgt aus dem Herzen die dort von Gottes Hand eingepflanzten noetischen Regungen.
Fliehe wie vor einem wilden Löwen vor der genaueren Erforschung der Dogmen der Kirche, sei es mit Theologen, Außenstehenden oder Andersgläubigen.
Begebe dich nie in die Zusammenkünfte von zornigen und zanksüchtigen Menschen, damit dein Herz sich nicht mit Zorn erfülle und deine Seele eingenommen werden von der Finsternis der Verblendung.
Hause niemals mit Hochmütigen, damit deiner Seele nicht die Energie des Heiligen Geistes entzogen werde, und sie nicht zu einer Behausung jeglicher üblen Leidenschaft werde.
Hältst du dich an diese Unterweisungen und richtest deine Aufmerksamkeit unentwegt auf die Betrachtung Gottes, wird das Licht Christi wahrhaftig in deiner Seele erscheinen und die Finsternis für immer vertreiben.
Christus gebührt Ehre und Macht, in Ewigkeit. Amen.

Der heilige Gűrtel der Gottesmutter

Es gibt eine alte Tradition, diese Bänder an fromme Pilger zu geben, und durch die Gnade der allerheiligsten Muttergottes, der unser Kloster (Kloster Vatopaidi auf Athos) geweiht ist, sind  viele Wunder durch sie geschehen. Krebsleidende und andere Kranke haben durch sie ihre Gesundheit wiedergefunden, und vor allem haben zahlreiche kinderlose Ehepaare mit ihrer Hilfe Kinder erhalten.

Der Kranke gürtet sich mit dem Band für eine bestimmte Zeit und führt dabei ein Leben in Reue, Buße, Gebet und Teilnahme an der heiligen Eucharistie nach der orthodoxen Tradition. In der gleichen Weise leben Ehegatten, die darüberhinaus auch fasten und, soweit möglich, eheliche Enthaltsamkeit üben sollen, solange sie das Band tragen.

Das aufrichtige geistliche Leben mit dauerhafter Reue und Teilnahme an den Mysterien der ortho­doxen Kirche muß lebenslang fortgesetzt werden, da es die einzige Möglichkeit der Gemeinschaft und der Vereinigung mit Gott darstellt in der gegenwärtigen und künftigen Zeit.

Der heilige Gűrtel der Gottesmutter
Der heilige Gűrtel der Gottesmutter



Das beiliegende Band ist gesegnet mit dem Heiligen Gürtel der allerheiligsten Muttergottes, der sich seit dem 14. Jahrhundert als Geschenk des byzantinischen Kaisers Johannes Kantakuzenos im Kloster Vatopaidi befindet.
 Quelle und Dank an: diakonima.gr

Mittwoch, 7. August 2019

The Orthodox Monastery of St. John the Baptist in Essex has a new Abbot



The Old Rectory, Rectory Road, Tolleshunt Knights, By Maldon, Essex CM9 8EZ, United Kingdom
Tel.: (+44) (0) 1621 816 471

The Patriarchal Stavropegic Monastery of St John the Baptist is a monastic community for both men and women, directly under the Ecumenical Patriarchate. It is located in Tolleshunt Knights, Maldon, Essex, England.
The community consists of men and women living the monastic tradition of a Christ-centered prayer life for the monastic members. Currently, the majority of the community are nuns (~15-20), with a smaller number of monks.
The Patriarchal Stavropegic Monastery of St John the Baptist had its beginnings largely in the person of Elder Sophrony (Sakharov). After his departure from Mount Athos and his subsequent move to Paris, he was to live in a Russian old-age home, assisting the priest.
In 1958, Elder Sophrony had six people living around him, seeking the monastic life. Realising that such a situation could not continue, he went to Tolleshunt Knights, Maldon, Essex, England to inspect a property; in the spring of 1959, the new Community of St John the Baptist was formed at the same property, under the omophorion of Metropolitan Anthony (Bloom) of Sourozh (Patriarchate of Moscow). The monastery, from its beginnings, had both monks and nuns, due to Elder Sophrony being unable to oversee two separate communities.
The Monastery of St John the Baptist moved under the Ecumenical Patriarchate in 1965, becoming Patriarchal; later, the monastery would also be titled ‘Stavropegic’.

The new Abbot is hieromonk Petros (Vryzas), born in 1977 in Greece and since 2002 a monk in the monastery of JOhn the Baptist, a disciple o Elder Zacharias (Zacharou).
May God give him wisdom and  strength for every (spiritual) battle.



sources:  trelogiannis.blogspot.com , http://www.thyateira.org.uk