Mittwoch, 20. März 2019
Dienstag, 19. März 2019
Die Liebe Christi umgibt uns
Die Schönheit der Natur
sind die kleinen „Lieben“, die uns zur großen Liebe, der Liebe
Christi führen.
Freuet euch an allen Dingen, die uns umgeben, denn durch sie werden wir unterrichtet und zu Gott geleitet.
Es sind Tropfen der Liebe Gottes...
Um Christ zu sein, muss man das Herz eines Dichters haben...
Seliger Altvater Porphyrios
Heiliger Patrick und das Wunder in der Fastenzeit
Nachdem Patrick zum Mönch geweiht worden war, vergaß er alle vergangenen Dinge, richtete seinen Blick auf das Künftige und befleißigte sich, zügig die Höhen der Vollkommenheit zu erreichen. Fastend und sich in allen Tugenden übend setzte er seinen Leib Prüfungen aus und bewahrte sich in seinem Herzen und Geiste unablässig die Erinnerung an die Demütigung des Kreuztodes, die in seinen Taten offenkundig war.
Aber Gott, Der ihn zu erheben vorsah, fand Gefallen daran, ihn darin zu unterweisen, für sich selbst Demut zu empfinden, mit den Demütigen zu wandeln und mit den Schwachen mitzufühlen, sodass Er es erlaubte, dass er dieselbe Erniedrigung erfuhr, um nach dem Maß der Erfahrung in der Demut die Höhe der Vollkommenheit zu erlangen.
So geschah es, dass Patrick eines Tages plötzlich das Verlangen nach Fleischverzehr empfand und von ihm besiegt wurde, sodass er Schweinefleisch erstand und in einem Glasgefäß versteckte, da er meinte, dass es richtiger wäre, sein Verlangen im Verborgenen zu stillen um in der Brüderschaft nicht anzustoßen.
Alsdann verließ er den Raum, in dem er das Fleisch versteckt hatte. Auf einmal erschien ihm ein Wesen mit Augen vorn und hinten, wunderschöne, doch gleichsam furchterregende Augen, und Patrick wunderte sich und fragte angesterfüllt, wie sein Name lautete. Da erwiderte das Wesen: "Ich bin ein Engel Gottes. Mit den Augen, die ich vorn trage, sehe ich die offensichtlichen Dinge und mit den Augen auf meinem Hinterkopf sehe ich einen Mönch, der Schweinefleisch in einem Glasgefäß versteckt und sein Verlangen im Verborgenen stillen will".
Nach diesen Worten verschwand er sogleich und Patrick verblieb weinend, schlug heftig auf seine Brust ein und fühlte sich derart schuldig, dass man meinen könnte, dass er für alle Untaten der Welt verantwortlich sei. Während er sich auf der Erde befand, trauernd und viele Tränen vergießend, erschien ihm der selbe Engel erneut, aber mit schöner Gestalt und sprach zu ihm: "Erhebe dich nun und tröste dein Herz, denn Gott hat dir deine Schuld erlassen, doch begehe nicht wieder dieselbe Sünde".
Patrick erhob sich und verkündete, dass er sich des Verlangens nach Fleischverzehr sein ganzes übriges Leben lang verweigern würde, während der demütig flehte, dass der Herrn ihm seine Sünden erlasse möge. Der Engel wies ihn an, das Fleisch zu bringen und es in Wasser zu tauchen. Patrick tat dies und beobachtete erstaunt, wie sich das Fleisch sofort in Fische verwandelte!
Dieses Wunder erlebte der heilige Patrick, der fortan seine Untergeordneten darin unterrichtete, sich ihrem Verlangen zu widersetzen. Um dieses Wunders zu gedenken, pflegen viele Iren, auch heutzutage noch, Fleisch in Wasser zu tauchen und es dann zu kochen und zu verspeisen, obwohl sein Feiertag stets in die heilige Fastenzeit fällt (17. März). Dabei sagen sie, dass es sich um Fische des heiligen Patrick handele.
Doch die Gläubigen sollten es vorziehen, ihr Verlangen zu begrenzen, und in den Fastenperioden kein Fleisch zu verzehren.
Mögen die Fürbitten des heiligen Patrick stets mit uns sein und uns auf unserem geistigen Weg begleiten und bestärken!
aus dem Englischen übersetzt, Quelle und Dank an:
Übersetzung: Alexia Ghika-Kyriazi
Montag, 18. März 2019
experiencing Great Lent as a couple
Rev. Fr. Nicholas Verdaris
The transcendent and sanctified reality of marriage obligates husbands and wives to actively contribute and support one another’s spiritual growth and edification. There is no better time to express and expand on this blessed truth than during the Lenten season. Simply put, because the state of marriage is a living icon of faith in Christ, Great Lent offers a golden opportunity for a couple to grow and shine to the glory of God. And make no mistake, this potential exists as much for the inter-Christian couple as for an Orthodox Christian couple; despite limits to what an inter-Christian couple may sacramentally participate in together, the possibilities for spiritual growth and dynamism during Great Lent remain limitless.
Rather than approaching the manner and means of pursuing the
spiritual practices of Lent by one’s self, a married couple should
pursue a broader paradigm. As icons of Christ in the world, husbands and
wives have the unique and sacred opportunity during Great Lent to help
one another refocus their shared life toward God. Working together to
embrace the faithful labors of Lent does not alleviate a person’s
individual spiritual responsibilities any more than anyone’s Lenten
labors can repay or match Christ’s profound love and sacrifice for
mankind. Instead, a Christian couple should cooperatively transform the
daily and practical operation of their shared married life to directly
experience Christ in their midst.
Uneinige autokephale oder vereinte Brüder? Kommentar des Metropoliten von Mesogaia und Lavreotiki Nikolaos zum aktuellen ukrainischen Konfliktthema
In den letzten Monaten sind wir Zeugen
einer äußert gefährlichen und oberflächlich betrachtet unbegründeten
Krise im Innern unserer Kirche geworden, die durch die bevorstehende
Anerkennung der Unabhängigkeit der Ukrainischen Kirche, oder wohl besser
gesagt Erschaffung einer autokephalen Kirche in der Ukraine, ausgelöst
wurde. Es scheint so, als stellten die interorthodoxen Beziehungen in
der heutigen Zeit ein signifikantes Problem dar, während die Einigkeit
mit heterodoxen begrüßt und gefördert wird. Die Orthodoxen bekunden sich
zwar gegenseitig ihre Zuwendung, aber sie richten sie in der Praxis
zugrunde; sie beteuern die gegenseitige Verbindung im Sinne der
Koinonia, doch mit ihren Handlungen beweisen sie das Gegenteil. Das
Pleroma indes kann nur beobachten, wie auf den Gipfeln der Hierarchie
mit juristischen Argumenten debattiert wird, wie befeindete Lager und
Gruppen von „Gefolgsmännern“ geschaffen werden, anstatt die Gläubigen zu
vereinen. Es ist ein Jammer! In diesem Konflikt gibt es einen Vorwand
und eine tatsächliche Ursache. Vorwand ist die Notwendigkeit einer
Unabhängigkeit der Ukrainischen Kirche. Ursache hingegen das Recht auf
Gewährung und Anerkennung. Denn es geht in Wirklichkeit allein darum,
wem dieses Recht zusteht.
Die Worte, die man dabei oft vernehmen kann sind historische Privilegien, Rechte und Kirchenkanonen. Leider hört man niemals das Wort Evangelium.
Die erste Frage lautet: Ist die Unabhängigkeit tatsächlich spirituell
so unabdingbar? Und wenn ja, hätte man dann nicht noch ein bisschen
warten können? Zweitens: Sind unsere Rechte wirklich so wichtig, dass
wir sie verteidigen sollten, indem wir die Rechte unserer Brüder außer
Acht lassen oder sie sogar bekämpfen, sodass unsere tausendjährige
Koinonia mit ihnen jäh unterbrochen wird? Und drittens: Ist das
Heranziehen von historischen Rechten und Kirchenkanonen wesentlicher als
die Botschaft des Evangeliums?
Konstantinopel nennt die bis dato Brüder
aus Russland nunmehr nur noch „Freunde“, während Russland die
Anerkennung der Ökumenizität des Patriarchats von Konstantinopel
verweigert. Auf diese Weise werden die grundlegenden Fundamente der
Einheit der Kirche ruiniert: die Brüderlichkeit, die in der
panorthodoxen Koinonia Ausdruck findet, die Ökumenizität, deren Garant,
den Kirchenkanonen und der historischen Überlieferung nach,
Konstantinopel darstellt.
I.In Wahrheit stellt die Unabhängigkeit
der Ukraine keine dringende Notwendigkeit dar, sondern ist vielmehr eine
Frage von Rechten und trotzigen politischen Forderungen, im Gegensatz
zur Einheit der Kirche, bei dem es sich um ein evangelisches Gebot
handelt, das nicht verhandelbar ist. Was muss als wichtiger erachtet
werden: die Unabhängigkeit einer örtlichen Kirche oder die Einheit aller
in „Einer, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche“?
Welche Personen fordern diese
Unabhängigkeit überhaupt? Ist es möglich, dass ein weltlicher Präsident
von zweifelhafter Spiritualität und ein Mann mit bedenklichen
ekklesiologischen Interessen, der bis heute als schismatisch angesehen
wurde und sich selbst zum „Patriarchen“ ernannte, die adäquaten Personen
sind, um im Heiligen Geist der Notwenigkeit und den Willen Gottes, wie
auch den Sorgen der Kirche in der Ukraine Ausdruck zu verleihen?
Obwohl man die Stimmen derjenigen nicht
zu hören beliebt, die sich gegen die Autokephalie aussprechen, wird die
Hoffnung auf Einheit auf jene gestützt, die bereits seit vielen Jahren
ein Schisma verursacht haben und allen „heimatlosen“ Altkalendariern
Griechenlands, und nicht nur Griechenlands, Zuflucht bieten.
Wenn Philaret im Jahr 1990 zum
Patriarchen von Moskau gewählt worden wäre, wie er es sich gewünscht
aber nicht erzielt hatte, würde er wohl heute kaum darum bitten, zum
Metropoliten der autokephalen Ukrainischen Kirche ernannt zu werden. Und
zwar von wem? Von der Moskauer Synode, an deren Spitze er gestanden
hätte, oder aber von Konstantinopel, dem er heute angeblich Ehre zollt
und vor dem er demütig sein Haupt neigt?
II.Der christlichen Denkweise nach
bekommt nicht derjenige Recht, der nur an seine eigenen Interessen
denkt, sondern derjenige, der sie beschützt, ohne aber das Gleichgewicht
der Liebe, des Friedens, der Geduld, der Vergebung und der Versöhnung
außer Acht zu lassen. Denn nur auf diese Weise können die „Rechte
Gottes“ beschützt werden. Unser Heil fundiert auf der größten
Ungerechtigkeit: „Die Strafe des gerechten Urteils wurde aufgehoben
durch das ungerechte Urteil des Gerechten“1. Ein Glück, dass der Herr
sich nicht auch auf seine Rechte berief!
In der gegenwärtigen Situation wird der
Konflikt im Hinblick auf die Rechte der die Autokephalie der Ukraine
Gewährenden betrachtet, d.h. des Phanar und Moskaus und ihre historische
oder politisch-ökonomische Macht, und nicht etwa der evangelischen
Botschaft oder zumindest der existenten Bedürfnisse der Ukraine. Darüber
hinaus zeichnen sich im Horizont mächtige politische Interessen,
Anweisungen und Druck ab. Man könnte sagen, dass von der Frohen
Botschaft allein „der Titel“ erwähnt wird.
III.Wie kann sich all dies nur
vereinbaren lassen mit der Botschaft des gekreuzigten Gottes, dem Ethos
der Seligpreisungen und der Bergpredigt, mit dem linteum des Letzten
Abendmahles, mit den Überlieferungen des Herrn bezüglich der Diakonie
und der ehrenwerten Stellung des Letzten, mit dem hohepriesterlichen
Gebet des Herrn „auf dass sie alle eins seien“, mit der Lehre und dem
Geist von Apostel Paulus, mit den Sonntagspredigten und den
Rundschreiben, die bei großen Kirchenfesten verlesen werden? Kann es
sein, dass durch die Anwendung der Kirchenkanonen das Evangelium ersetzt
wird?
Es ist vollkommen unverständlich, wie
sich Kirchen, die seit tausend Jahren verbrüdert sind, jeweils über die
Entdeckung von Fehlern und Missständen beim jeweils anderen freuen. Kann
es sein, dass die Spannung, die jetzt besteht, ein Hinweis darauf ist,
dass auch in der Vergangenheit die Liebe auf keinem festen Fundament
stand? Wie lässt sich sonst erklären, dass Kirchenoberhäupter mit
Inbrunst den interchristlichen und iterreligiösen Dialog verteidigen,
während sie sich untereinander der Kommunion verweigern? Warum fällt es
ihnen so schwer zu akzeptieren, dass die Gnade Gottes die andere Seite
eventuell auf eine etwas andere Art und Weise erleuchtet hat? Steht uns
etwa das ganze Licht zu? Fällt kein einziger Strahl auf die anderen, die
bis heute unsere Brüder waren? Ist nicht gerade darin die Essenz der
Kommunion zu finden, dass man gegenseitiges Verständnis aufbringt?
Außerdem werden die Folgen eines
drohenden Schisma überhaupt nicht bedacht. Die Gläubigen, die keine
Schuld trifft, werden von den heiligen Stätten der anderen
ausgeschlossen. Warum sollten die Russen auf eine Pilgerreise auf dem
Heiligen Berg oder auf Patmos verzichten, oder die Griechischsprachigen
auf eine Pilgerreise zum heiligen Seraphim von Sarof, den Höhlen von
Kiew, Valamo oder anderen russischen Neumärtyrern? Ist die göttliche
Gnade nicht global und muss sie nicht geteilt werden können? Wenn uns
der gleiche Glaube und die Dogmen vereinen, ist es dann nicht falsch,
einen Zwiespalt aufgrund einer Uneinigkeit in der Verwaltung entstehen
zu lassen?
Für wen wurde das Evangelium der Liebe,
der Vergebung, der Einheit letztendlich geschrieben und zu welchem
Zweck? Betrifft es nicht auch uns und die Herausforderungen unserer
Zeit?
IV.Welches wird zudem in Zukunft das
Orthodoxe Bekenntnis in der Diaspora oder in den zu missionierenden
Ländern sein? Welchen Christus werden noch wir predigen und bekennen
können? Diesen, der uns „alle zur Einheit rief“, aber dessen Worte wir
mit unserem eigenen Leben verwerfen und der seit nunmehr zweitausend
Jahren nicht einmal seine Gläubigen vereinigen konnte? Die Zufriedenheit
aus der Anerkennung der Autopkephalie ist kurzweilig und wird nur von
wenigen empfunden. Die Beunruhigung der Gläubigen und der ganzen Welt
ist unvergleichbar größer und betrifft die Allgemeinheit. Die Sünde des
Schisma ist eine unheilbare, die niemals vergeben wird.
V.Aber ich frage mich auch, ob es
richtig ist, dass Moskau seine Kleriker und Gläubigen dafür tadelt, wenn
sie auf dem Heiligen Berg und eventuell später auch in Jerusalem und
Griechenland an der heiligen Kommunion teilnehmen. Kann es sein, dass
die heilige Kommunion als politisches Druckmittel und Drohung benutzt
wird? Haben wir aus unserer tausendjährigen Kommunion nicht Kostbareres
schöpfen können? Vielleicht wäre eine vorläufige Unterbrechung des
Gedenkens auf der patriarchalischen Ebene denkbar, als ein starkes
Zeichen von Protest, aber keinesfalls die Unterbrechung der Kommunion
der Gläubigen. Die Kirche hat auch zur Aufgabe, das Volk Gottes an die
Heiligkeiten heranzuführen; stattdessen werden sie sich dadurch von
ihnen und der heiligen Gnade trennen müssen. Wäre es nicht vielleicht
klüger, den Glauben des Volkes zu stärken, damit es seine Hierarchen zur
Besinnung bringt, anstatt ihren Glauben zu schwächen?
Wir hoffen, dass der Patriarch seine
ökumenische Umarmung so sehr öffnen kann und wird, dass auch die Russen
dort einen Platz finden. Aber auch die Ukrainer werden sich
ekklesiologisch nicht vereinen können, wenn sie nicht vorher lernen,
innerhalb der Kirche den Russen zu vergeben und sich mit ihnen zu
vereinen. Die Kirche ist dann wirklich Kirche, wenn sie keine Feinde
kennt. Die weisen Worte des erst kürzlich vom Patriarchen
heiliggesprochenen seligen Amphilochios von Patmos könnten nicht
aktueller sein: „Wollt ihr euch an denjenigen rächen, die euch schaden?
Die beste Rache heißt Liebe. Selbst Ungeheuer können durch die Liebe
verwandelt werden“.
Ich erwarten aber, dass auch unsere
heiligen Väter in Russland, denen das Volk am Ende jeder Gebetsfolge
gedenkt, verstehen werden, dass sie die Kirche mithilfe der heiligen
Gnade vereinen und die Herzen aller Orthodoxen gewinnen können, wenn sie
in Demut und nicht mit der Gesinnung von Eroberern handeln. Es besteht
kein Grund für ein weltliches „Drittes Rom“, aber sicherlich für ein
spirituelles „Erstes und Heiliges Moskau“. Sie können in unserem Herzen
den ersten Platz einnehmen. Mit dem Duft der Erfahrungen aus den
jüngsten unerbittlichen Verfolgungen und der Schar an Neumärtyrern
erwarten wir, dass sie die Kirche mit dem wunderbaren Bekenntnis der
Einheit beschenken werden. So schlecht der Hochmut des Kleinen und
Schwachen ist, so groß ist die demütige Weisheit des Mächtigen und
Starken. Diese Not teilen wir alle, denn letztendlich interessiert uns
kaum, wer die Macht oder das Recht auf seiner Seite hat, sondern wer im
Heiligen Geist handelt und Seine Gnade übertragen kann.
Die inspirierte Aufforderung von Apostel
Paulus „So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so seht zu,
daß ihr nicht untereinander verzehrt werdet” (Gal 5,15) zeigt uns allen
den rechten Weg. In den ekklesiologischen Konflikten zwischen Brüdern
kann es keine Gewinner geben. Alle sind im Grunde Verlierer. Wenn wir
uns aber versöhnen, gibt es keine Verlierer. Alle sind Gesegnet.
Selbst Nordkorea konnte sich mit
Südkorea versöhnen, aber wir können nicht zur Übereinstimmung kommen,
obwohl wir täglich das „Vater unser“ mit unserem Herzen und unseren
Lippen beten.
Innig bete ich darum, dass der Herr uns
„mit der Versuchung auch den Ausgang“ beschert und uns bald zur Reue und
Frieden führt. Amen.
________________________________
1 Aus dem Doxastikon der Vesper zum Fest der Kreuzverehrung. Das ganze Troparion (in freier Übersetzung): Kommet alle Völker und verneigt euch vor dem seligen Holz (des Kreuzes), durch welches die ewige Rechtfertigung (Erlösung) des Menschen stattfand. Denn er (der Satan), der den Vorvater Adam durch das Holz (der Baum des Lebens) täuschte, wird durch das Kreuz irregeführt; und er fiel mit Wucht wie eine bemitleidenswerte Leiche, er, der zuvor über den Menschen wie ein Tyrann herrschte. Mit dem Blut Gottes wurde das Schlagengift ausgewaschen. Auch der Fluch wurde gelöst, der gerechte Strafe war, durch die ungerechte Strafe und das Urteil über den einzig Gerechten (Christus). Denn durch das Holz (das Kreuz) sollte die Sünde des Holzes (Der Baum des Ungehorsams) geheilt werden und mit Leiden (dem Kreuzopfer) des Leidenschaftslosen sollten die (menschlichen) Leidenschaften des verurteilungswürdigen Menschen, die durch das Kosten der verbotenen Frucht entstanden war, beseitigt werden. Dir gebührt Lob, Christus König, wegen Deiner unvorstellbaren und vortrefflichen Oikonomie, die Du für uns vorausschauend ausarbeitetest und durch die Du uns alle als Gütiger und Menschenliebender errettetest.
1 Aus dem Doxastikon der Vesper zum Fest der Kreuzverehrung. Das ganze Troparion (in freier Übersetzung): Kommet alle Völker und verneigt euch vor dem seligen Holz (des Kreuzes), durch welches die ewige Rechtfertigung (Erlösung) des Menschen stattfand. Denn er (der Satan), der den Vorvater Adam durch das Holz (der Baum des Lebens) täuschte, wird durch das Kreuz irregeführt; und er fiel mit Wucht wie eine bemitleidenswerte Leiche, er, der zuvor über den Menschen wie ein Tyrann herrschte. Mit dem Blut Gottes wurde das Schlagengift ausgewaschen. Auch der Fluch wurde gelöst, der gerechte Strafe war, durch die ungerechte Strafe und das Urteil über den einzig Gerechten (Christus). Denn durch das Holz (das Kreuz) sollte die Sünde des Holzes (Der Baum des Ungehorsams) geheilt werden und mit Leiden (dem Kreuzopfer) des Leidenschaftslosen sollten die (menschlichen) Leidenschaften des verurteilungswürdigen Menschen, die durch das Kosten der verbotenen Frucht entstanden war, beseitigt werden. Dir gebührt Lob, Christus König, wegen Deiner unvorstellbaren und vortrefflichen Oikonomie, die Du für uns vorausschauend ausarbeitetest und durch die Du uns alle als Gütiger und Menschenliebender errettetest.
Übersetzung: Alexia Ghika- Kyriazi
Dienstag, 5. März 2019
New Saints Archpriest Paul Dernov and his sons Boris, Gregory and Simeon
Four new saints have been added to the calendar of the Russian
Orthodox Church. On February 27, the 101st anniversary of the
martyrdom of Archpriest Paul Dernov and his sons Boris, Gregory, and
Simeon, the holy family was liturgically glorified among as saints
among the Synaxis of Russian New Martyrs and Confessors, reports the
Information Department of the Tatarstan Metropolia.
Photo: tatmitropolia.ru
Paul
Alexandrovich Dernov was born on January 12, 1870 in the family of a
local priest in the Vyatka Governate. He graduated from the Kazan
Theological Academy as a kandidat of theology at the age of 24.
He was ordained as a priest in 1894 and appointed rector of the
Nativity of the Theotokos Church in Elabuga. Fr. Paul served his
entire ministry there, working to cultivate the principles of
Christian morality in the educational institutions entrusted to him.
Photo: tatmitropolia.ru
Fr. Paul’s sons were all born and raised and educated in Elabuga.
The communist terror began in the city in 1918. After delivering
striking homilies, reading the epistles of Patriarch Tikhon in church,
and denouncing those who profane the church, Fr. Paul was denounced
as the main organizer of an uprising in Elabuga. Fr. Paul was
arrested on February 12. Drunk soldiers led him onto the ice of the
Toima River and shot him on the night of February 13-14.
The next morning, before news of his death reached his family, his
sons Boris, Gregory, and Simeon went in search of their father and
were arrested by soldiers. Eyewitnesses testify that the brothers
publicly professed the Orthodox faith while in the soldiers’ custody.
They were taken to the city dam and shot with rifles. The soldiers
then finished them off with bayonets.
The Divine Liturgy and glorification were celebrated by His Eminence
Metropolitan Theophan of Kazan and Tatarstan with His Grace Bishop
Methodius of Almetyevsk and Bugulma, His Grace Bishop Parmen of
Chistopol and Nizhnekamsk, and a number of local clergy, in the
Cathedral of Christ the Savior in Elabuga, Tatarstan.
New Martyr Paul
delivered his final sermon in the Elabuga cathedral, for which he and
his three sons were shot a few days later.
Among those present for the glorification were Fr. Paul’s
granddaughter Anna Filippova, clergy and monastics of the metropolia,
students of the Kazan Seminary, and numerous faithful.
Before the Liturgy, the final memorial litiya was served for Fr.
Paul and his sons Boris, Gregory and Simeon. During the Small Entrance
in the Divine Liturgy, the rite of glorification was celebrated, with
the resolution of the Russian Holy Synod of October 15 on their
glorification being read out from the ambo. Their day of commemoration
is set as February 14/27, the day of their martyrdom.
An icon of the newly-glorified saints was carried out to the center of
the cathedral, and Met. Theophan blessed all the faithful with the
icon during the singing of their troparion and kontakion. The life of
the new saints was read before Communion.
At the end of
the Liturgy, the clergy and faithful sang the glorification to Sts.
Paul, Boris, Gregory, and Simeon in the middle of the church before
their holy icon.
Met. Theophan then addressed the gathered faithful with a homily,
calling on them to ever honor the memory of the newly-glorified
saints, turning to them in prayer, and passing on their memory to
future generations.
“I believe that this is the mercy of God, sent down to the city of
Elabuga, to our Tatarstan land and to the whole Russian land, for the
New Martyrs are our glory and our hope. We are weak in faith, weak in
piety, but through the prayers of the New Martyrs the Lord will
certainly strengthen us,” Met. Theophan preached.
"Altvater Paisios sagte..." von Presbyter Dionysios Tatsis
Auschnitte aus dem inspirierenden Buch über den bekanntesten unter den heiligen Altvätern der Gegenwart:
VERSUCHUNGEN
Unter den
Menschen unserer Kirche befinden sind manche, die sich durch eine
übertriebene Empfindsamkeit nichtigen Kleinigkeiten gegenüber
auszeichnen und dadurch große Mühen durchstehen. Der Altvater behütete
diese Menschen und half ihnen, diese Hindernisse zu überwinden.
Charakteristisch sind seine lehrreichen Worte, die er an jemanden
richtete, der Mönch werden wollte: „Du bist sehr empfindsam und gibst zu
viel Acht auf Kleinigkeiten, die unwichtig sind. Empfindsamkeit ist
gut, aber in einigen Fällen benutzt sie der Listige dazu, in dir einen
gestörten Zustand herbeizuführen. Du wirst davon erlöst werden, sobald
du dich schwarz einkleidest (die Mönchstonsur erhältst).“
GEISTIGES LEBEN
Den
Besuchern, die keine Geduld besaßen oder nicht an Schmerz gewohnt waren,
sagte der Selige: „Ihr Kinder wollt ja nur ein Jahr arbeiten
und dann schon Rente bekommen, noch dazu mit Abfindung! Aber das ist unmöglich. Wir müssen geduldig den Schmerz ertragen, den Gott erlaubt.
Spirituell gesehen bringt der Schmerz viel Nutzen.“
und dann schon Rente bekommen, noch dazu mit Abfindung! Aber das ist unmöglich. Wir müssen geduldig den Schmerz ertragen, den Gott erlaubt.
Spirituell gesehen bringt der Schmerz viel Nutzen.“
Eine
bemerkenswerte Schlussfolgerung des Altvaters lautet: „Einen Beleg für
die Authentizität des geistigen Lebens stellt die große Strenge in Bezug
auf einen selbst und die große Nachsicht den anderen gegenüber dar.
Dass man die Kanones (Regeln) nicht wie Kanonen gegen andere benutzt.“
(Isaak, Vita, S.401).
(Isaak, Vita, S.401).
Der
Biograph des Altvaters, Priestermönch Isaak, erwähnt, dass Vater Paisios
in Stómion häufig in geheimen Plätzen innerhalb des Klosters
Unterschlupf suchte, um sich ohne Ablenkung dem Gebet hingeben zu
können. „Er zog sich in eine Höhle zurück. Er ging des Nachts dorthin
und feierte Agrypnien mit seiner Gebetsschnur und unzähligen Metanien.
Doch die Sonne schien nie hinein und Wasser tropfte von der Decke.
Deshalb hatte er eine weitere Höhle an einem sonnigen Ort gegraben,
klein wie ein Backsteinofen, wo er nur hineinpasste, wenn er gebückt
war. Er versteckte sie mit Ästen, damit sie keiner fand. Später
entdeckte er einen hohlen Eichelbaum, der sich an einem sonnigen,
trockenen Platz befand.
Er wollte ihn etwas bearbeiten, damit er hineinkriechen und im Winter dort Ruhe finden konnte, weil in dieser Jahreszeit das Kloster überhaupt nicht von der Sonne beschienen wird.“ (Isaak, Vita, S. 132).
Er wollte ihn etwas bearbeiten, damit er hineinkriechen und im Winter dort Ruhe finden konnte, weil in dieser Jahreszeit das Kloster überhaupt nicht von der Sonne beschienen wird.“ (Isaak, Vita, S. 132).
Der
Altvater sagte: „Im geistigen Leben soll keiner die Weltlichen zum
Vorbild nehmen, sondern die Heiligen. (Worte Band 1, S.32).
Der
Altvater beteuerte: „Heutzutage, wenn jemand ehrenhaft und geistig leben
will, hat er einen schweren Stand in der Welt. Wenn er sich nicht
vorsieht, wird er mitgezogen von der Abwärtsbewegung und gerät in den
weltlichen Kanal.“ (Worte Band 1, S.31).
Der
Altvater sagte über die Askese, die aus Egoismus heraus geschieht:
„...denn auch die unreife Melone reift nicht, indem wir sie ständig
drücken, sondern mit der Zeit, und wenn sie reif ist, wird sich das durch ihr Aroma von selbst zeigen.“ (Paisios, Briefe, S.117).
Quelle, Bestellungen und Weiteres:
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